«Anpassungen vorgenommen»

WATTWIL ⋅ Die Petition «Thursanierung Wattwil: Ja – aber keine Maximal-/Luxus­lösung» kritisiert, dass der Landverbrauch zu gross und das Projekt zu teuer sei. Projektleiter Phillip Gyir nimmt Stellung.
11. Oktober 2017, 05:21

Philipp Gyr, wie beurteilen Sie die eingereichte Petition?

Ich bezweifle, dass alle Unterzeichner auf dem neuesten Stand sind. Wir haben Anpassungen am Projekt vorgenommen, die den Landbedarf verringern. Wir bemühen uns, die Kosten tief zu halten, aber wir können Gesetzesgrundlagen nicht aushebeln. Bund, Landwirtschaft, Grundeigentümer und Naturschutz stellen Forderungen. Selbstverständlich soll auch die breite Bevölkerung profitieren. Wir haben ein ausgewogenes Projekt, das diese Anforderungen berücksichtigt.

Das Projekt geht über den Hochwasserschutz hinaus.

Die Forderung ist nicht umsetzbar, das Projekt auf den Hochwasserschutz zu beschränken. Wir müssen ökologische Aspekte und die Siedlungsentwicklung berücksichtigen. Wenn wir alle notwendigen Rahmenbedingungen einhalten, kommen wir nicht aus mit dem Platz, den die Thur heute hat. Die Thur wurde vor 100 Jahren in ein schmales Bett gezwängt. Nun müssen wir ihr ein wenig Raum zurückgeben, um Sicherheit zu schaffen und ökologische Mängel zu beheben.

Weshalb wird der rechtsufrige Thurweg verbreitert?

Die Thurwege werden heute rege benutzt. Messungen zeigen, dass die Frequenzen so hoch sind wie in städtischen Gebieten: 720 Personen pro Tag, mit einem Maximum von 100 Personen pro Stunde. Der Velofahreranteil ist 55 Prozent. In den nächsten Jahren wird es mit der Siedlungsentwicklung zu einer weiteren Zunahme kommen. Zudem muss die Thur mit schweren Fahrzeugen unterhalten werden können und erreichbar sein. Darum ist eine Verbreiterung des rechten Thurwegs um 70 Zentimeter notwendig, was dem Wunsch der Gemeinde entspricht. (mkn)


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