SAC Toggenburg feiert drei Jubiläen

Am Samstag fand im Thurpark die Hauptversammlung des SAC Toggenburg statt. Die SAC-Mitglieder hatten gleich in dreifacher Hinsicht Grund zum Feiern: Seit 140 Jahren gibt es die Sektion Toggenburg, seit 100 Jahren die Alpine Rettung Ostschweiz und seit 40 Jahren die Zwinglipasshütte.
17. Februar 2010, 01:04

wattwil. Die 140. Hauptversammlung des SAC Region Toggenburg wurde am Samstagabend musikalisch eröffnet. Die 122 stimmberechtigten Mitglieder sangen gemeinsam das Lied «Alpenleben» von Leonhard Widmer und wurden dabei von der «Original Toggenburger Striichmusig» begleitet, die dem ganzen Anlass den musikalischen Rahmen bot. Hanspeter Kalt, Präsident des SAC Sektion Toggenburg, ging nach seinen Begrüssungsworten an Ehrenmitglieder und Jubilare gleich auf die Besonderheit der diesjährigen Hauptversammlung ein: «Wir begehen dieses Jahr gleich drei Jubiläen: Unsere SAC-Sektion feiert das 140jährige, die Alpine Rettung Ostschweiz das 100jährige und die Zwinglipasshütte das 40jährige Bestehen.»

Ein gefragter Verein

Um gleich auch noch den Beweis für das 140-Jahr-Jubiläum des SAC Sektion Toggenburg zu erbringen, präsentierte Hanspeter Kalt den SAC-Mitgliedern Zeitungsausschnitte aus dem Toggenburger Boten vom März 1870. Diesen war zu entnehmen, dass bei der Gründungsversammlung in Neu St. Johann die SAC Sektion Toggenburg bereits 50 Mitglieder zählte. In Anbetracht der heutigen Mitgliederzahlen – die Sektion verzeichnete nur im Jahr 2009 einen Zuwachs von 97 Mitgliedern – hat sich die Sektion Toggenburg zu einem gefragten Verein entwickelt. Ein Bestand von 1246 Mitgliedern per 31. Dezember 2009 belegt diesen Umstand. Und diese Beliebtheit rührt nicht von irgendwoher. Denn nebst der gemeinsamen Freude an den Bergen, hat auch die Kameradschaft einen grossen Stellenwert bei den Mitgliedern des SAC Sektion Toggenburg. Dies wurde auch an der Hauptversammlung durch das stille Gedenken an zwei im vergangenen Jahr verstorbene Club-Mitglieder deutlich gemacht.

Neue Küche für Zwinglipasshütte

Nach einem Rückblick auf das vergangene Jahr mit verschiedenen Fotos von Touren und Anlässen, erzählte Hüttenchef Eugen Kressibucher den SAC-Mitgliedern vom geplanten Umbau der Zwinglipasshütte. Bis ins kleinste Detail – jede Schublade und jede neue Installation war auf den Plänen zu erkennen – erklärte er, weshalb die vorgelegte Variante gewählt wurde. So begründete Eugen Kressibucher beispielsweise auch den Verzicht auf einen normalen Wasserhahn: «Die Pumpe soll bleiben, denn so spart man Wasser.» Dennoch gab der geplante Umbau der Küche, der mit 80 000 Franken budgetiert wurde, Anlass zu einigen Rückfragen. Diese betrafen jedoch nur Details und konnten schnell abgehandelt werden. Ein Spender, der anonym bleiben wollte, hatte kurz vor der Hauptversammlung zudem 20 000 Franken an den Umbau der Küche in der Zwinglipasshütte gespendet.

Treue Mitglieder

Bevor den Mitgliedern ein währschaftes Nachtessen spendiert wurde – es gab Älplermagronen mit Apfelmus – standen noch Erneuerungswahlen des Vorstands auf dem Programm. Alle vorgeschlagenen Personen wurden einstimmig in den Vorstand aufgenommen. Für den abtretenden Verantwortlichen für das Kinderbergsteigen Fritz Giger wurde Andi Allenspach als Nachfolger gewählt. Verantwortliche für die Redaktion ist neu Christina Buchser Vögtlin, die in die Fussstapfen von Ernst Schneider tritt. Das Amt des Umweltbeauftragten übernimmt Angéline Bedolla von Urs Büchler. Und die beiden bisherigen Revisoren, Médard Hollenstein und Brigitte Wüst, werden von Doris Frischknecht und Manuela Berliat abgelöst.

75 Jahre bei SAC

Nach dem Essen standen schliesslich noch Ehrungen und Verabschiedungen auf dem Programm. Der grosse Preis vom Zwinglipass ging dieses Jahr an alle 48 aktiven Hüttenwarte der Zwinglipasshütte. Ernst Schneider, Fritz Giger und Médard Hollenstein wurden für ihre Verdienste von Hanspeter Kalt zu Ehrenmitgliedern des SAC Sektion Toggenburg ernannt. Der 97jährige Fritz Schiess aus Lichtensteig wurde für sage und schreibe 75 Jahre Mitgliedschaft im SAC Sektion Toggenburg geehrt. Auf 72 Jahre Mitgliedschaft bringt es dieses Jahr Eduard Meier, auf 60 Jahre Niklaus Bischof und Kaspar Büsser.

Je neun weitere Herren wurden für 50 und 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Für Hanspeter Kalt waren die treuen SAC-Mitglieder dennoch keine allzu grosse Überraschung: «Eine lebenslange Mitgliedschaft hat bei uns schon fast Tradition. » Ein SAC-Mitglied aus dem Publikum konnte es sich nicht verkneifen, diese Aussage leise zu kommentieren: «Aus dem SAC tritt man nicht aus, da stirbt man weg.» (dag)


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