«Prix Rotary» geht nach Nesslau

MUSIK ⋅ Mit dem Talentwettbewerb Prix Rotary ist das Klangtal Toggenburg um eine Klangfarbe reicher geworden. Erste Siegerin wurde an der Preisverleihung am Samstag die Nesslauer Akkordeonistin Leonie Früh.
06. März 2017, 08:46

Von klassisch bis volkstümlich, vom vierhändigen Klavier bis zum Bläser-Quintett und von Tschaikowsky bis DJ Antoine: 28 Teilnehmer im Alter von 8 bis 16 Jahren überzeugten in insgesamt 13 musikalischen Solo- und Ensemblevorträgen vom hohen Niveau der Schülerinnen und Schüler an der Musikschule Toggenburg und der Kantonsschule Wattwil.

Die jungen Musiker als Ganzes sehen

Der Talentwettbewerb, der am Samstag erstmals im Büelensaal in Nesslau durchgeführt wurde, sollte den jungen Musikern Plattform sein, sich untereinander messen zu können und ihnen öffentliche Wertschätzung durch das Publikum zu ermöglichen, wie Organisatorin Blanche Ahrendt zum Auftakt der Wettbewerbe betonte. Pianistin Claudia Dischl, die als musikalische ­Leiterin im Einsatz stand, erklärte dem Publikum vorab, worauf die hochkarätige Jury, bestehend aus Armin Reich, Wolfgang Sieber und Willi Valotti, bei ihrer Bewertung achtet: Sie sehen die Schüler mit ihrem Instrument als Ganzes und lassen ihr Alter, ihre Persönlichkeit und musikalische Reife in ihre Urteile einfliessen.

Ins Leben gerufen hat den Anlass der Rotary Club Toggenburg, der sich als einer der grossen landesweit tätigen Serviceclubs traditionell für die Jugendförderung einsetzt. Blanche Ahrendt war denn auch am Ende der Premierenveranstaltung hoch zufrieden: «Wir haben gute Vorträge gehört, konnten mehr Besucher als erwartet zählen und ein breites Spektrum des einheimischen Musikschaffens kennen lernen.» Die Vorzeichen stehen gut, dass der Talentwettbewerb im kommenden Jahr erneut durchgeführt wird.

Vier Sieger, viele Gewinner

Gemessen am Applaus, der stets heftig aufbrandete, gehen alle 28 jungen Musikerinnen und Musiker als Gewinner aus dem Talentwettbewerb hervor. Tatsächlich musste mancher im Publikum, beispielsweise Nesslaus Gemeindepräsident Kilian Looser, bei dem einem oder anderen Vortrag die eine oder andere Träne der Ergriffenheit wegdrücken. Der Gesamtsieg und da­mit der eigentliche «Prix Rotary» geht 2017 an die Nesslauer ­Kantonsschülerin Leonie Früh. Mit Unterbrüchen ein gutes ­halbes Jahr hat die 16-Jährige für ihr hochanspruchsvolles Akkordeonstück «Csardas» des italienischen Komponisten Vittorio Monti geprobt. «Ich bin glücklich, dass ich das Stück so stimmig rüberbringen konnte und dass es bei der Jury auch angekommen ist», sagte die Kanti­schülerin nach der Entgegennahme des Preises.

Alle Teilnehmer und Sieger Kategorie «Solo klassisch»: 1. Leonie Früh, Akkordeon. 2. Lena Eberhard, Klavier. 3. Leon Wittich, Akkordeon. Kategorie «Solo volkstümlich»: 1. Nadia Frick, Schwyzerörgeli. 2. Jan Hartmann, Schwyzerörgeli. 3. Max Gimmi, Akkordeon. Kategorie «Ensembles»: 1. Luise Baumgarten, Violine; Isabelle Josi, Cello; Dominik Debrunner, Klavier. 2. (ex aequo) Maximilian Kauf, Klavier; Leonie Schneider, Klavier. 2. Markus Strässle, Akkordeon; Michael Schönenberger, Schwyzerörgeli; René Messmer, Kontrabass. 3. Linda Zweifel, Flöte; Alina Scherrer, Oboe; Sabina Abderhalden, Klarinette; Janis Scherrer, Horn; Nidia Hürlimann, Fagott. Die weiteren Ensembles: Ivo Eberhard, Hackbrett; Lara Buchard, Violine; Tobias Eberhard, Klavier (Trio tante corde). Daniela Kuratli, Schwyzerörgeli; Julia Egli, Schwyzerörgeli; Karin Forrer, Klavier. Janin Batista, Akkordeon, Sandra Egli, Schwyzerörgeli; Selina Alpiger, Klavier.

 

Serge Hediger

serge.hediger@toggenburgmedien.ch


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