Zutritt erst ab 18 Jahren

ST.GALLEN ⋅ Der Stadtrat will sich nicht für die Senkung der Alterslimite am Talhoffestival einsetzen. Daran änderte auch eine engagierte Debatte im Parlament nichts.

24. Februar 2016, 07:46

ST.GALLEN. Jeweils während der Olma organisiert ein Privater in der alten Talhof-Turnhalle ein Festival. Zutritt dazu haben in der Regel Personen ab 18 Jahren. Daran will der Stadtrat festhalten. Eine Öffnung für 16- und 17-Jährige sei nicht zweckmässig, auch wenn diesen unter dem Jahr die Jugendbeiz an gleichen Ort offen- stehe.

Kein Bedürfnis nach Treff?

Gestern nachmittag hat das Stadtparlament die Antworten auf eine Interpellation der CVP/EVP/BDP-Fraktion diskutiert, die eine Senkung der Altersgrenze fürs Talhoffestival auf 16 Jahre forderte. Auch nach der Debatte, in der die Fraktion ihren Standpunkt mit Vehemenz verteidigte, wich Stadtrat Markus Buschor nicht von der stadträtlichen Linie ab. Die Öffnung des Festivals für Jüngere sei wegen der Alkoholabgabe problematisch. Auch gebe es während der Olma unter den 16- und 17-Jährigen gar kein Bedürfnis nach einem Treffpunkt. Darauf wiesen Versuche des Jugendsekretariates hin. Viele in der betroffenen Altersgruppe seien während der Herbstferien abwesend, viele andere auf dem Jahrmarkt anzutreffen.

Frage Organisator überlassen

In der Diskussion gab's zwar auch Sympathien für den CVP/EVP/BDP-Vorstoss. Die Fraktion von SP, Juso und PFG sowie jene der FDP waren sich aber einig, dass eine Senkung der Altersgrenze nicht der richtige Weg wäre. Das Talhoffestival sei eben nicht die Jugendbeiz, hiess es beispielsweise von links.

Für die FDP wiederum ist das Ganze keine Frage für die Stadtpolitik: Es müsse ganz einfach dem Organisator, der die Jugendbeiz fürs Festival miete, überlassen bleiben, ab welchem Alter er Zutritt zu seinem Anlass gewähren wolle. Und entsprechend müsse er sich dann an die einschlägigen Vorschriften für die zugelassenen Altersgruppen halten. (vre)


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