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Tagblatt Online, 02. August 2011 01:06:50

Wahlkampf mit Pinsel, Leim und Akkubohrer

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Ein Jungsozialist klebt ein Plakat. (Bild: Tobias Hänni)

Mit einer Plakatieraktion lancierte Nationalratskandidatin Monika Simmler am Samstag den Wahlkampf. Jungsozialisten schraubten und klebten beim Multertor Plakate zusammen.

Ein intensiver Klebegeruch liegt in der Luft. Aus einer kleinen Box spielt Musik. Etwa ein Dutzend Jungsozialisten stehen mit Bohrer, Malerrollen, Pinseln und grossen Kübeln Leim bewaffnet unter einem weissen Pavillon beim Multertor. Sie schrauben Holzständer zusammen und kleben darauf Plakate mit dem Konterfei von Monika Simmler. Unter dem Porträt steht: «Monika Simmler. Am 23. Oktober in den Nationalrat.»

Wahlkampf als Handwerk

Die 21jährige St. Gallerin und Co-Präsidentin der kantonalen Juso kandidiert auf der Liste der SP für den Nationalrat. «Mit der Aktion wollen wir die Leute am Wahlkampf teilhaben lassen», sagt Monika Simmler. Die «Plakatierparty» stösst bei den Passanten auf Neugier und Interesse, viele bleiben stehen und schauen der Aktion längere Zeit zu. «Wir wollen den Leuten aufzeigen, dass Wahlkampf zumindest bei uns auch handwerkliches Geschick erfordert», schmunzelt Simmler.

Plakate in private Gärten

50 Wahlplakate auf stabilen Holzständern schrauben und kleben die Jungsozialisten an diesem Nachmittag zusammen. «Für Plakate auf APG-Werbewänden fehlt uns das Geld», sagt Simmler. Sie hoffe nun, dass die Partei die Plakatständer auf privaten Grundstücken im ganzen Kanton aufstellen könne. (hae)





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