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Tagblatt Online, 05. August 2008 01:05:22

Schach-WM: St. Galler belegt 18. Rang

84 Teilnehmer kämpften dieses Jahr an der Schachweltmeisterschaft der Gehörlosen um den Titel. Der St. Galler Halit Redzepi kam unter die ersten Zwanzig.

Vom 19. bis zum 31. Juli fand die Schachweltmeisterschaft der Gehörlosen in St. Gallen statt. Erstmals waren dieses Jahr auch Taubblinde dabei. Insgesamt beteiligten sich 84 Spielerinnen und Spieler an der Schach-WM, die im Hotel Radisson SAS ausgetragen wurde. «Diese Teilnehmerzahl ist ein Rekord», sagt Gregor Maier, Präsident des Organisationskomitees. Er ist erfreut, dass die Spieler aus den verschiedensten Ländern angereist sind. Anfangs wurden jedoch noch mehr Spieler erwartet. «Nicht alle erhielten ein Visum und einige mussten aus zeitlichen Gründen absagen», sagt Maier.

Krank zum Spiel

Auch ein St. Galler spielte mit. Halit Redzepi belegte in seiner Kategorie den 18. Platz von insgesamt 24. Es war das erste Mal, dass er an einer Meisterschaft teilgenommen hatte. «Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis», sagt Redzepi. Er musste während sieben Tagen krank zur WM erscheinen. Angesichts dieser Umstände sei sein Resultat gut.

Sieger bei den Männern wurde der Bulgare Veselin Georgiev; bei den Frauen gewann die Ukrainerin Tetiana Baklanova. Die Junioren waren für die Spiele nicht nach Geschlecht getrennt, wurden aber unterschiedlich bewertet. Die beiden Gewinner Annegret Mucha aus Deutschland und Sirojiddin Zaynidinov aus Usbekistan sind beide19 Jahre alt.

Regeln überarbeiten

In der Kategorie Taubblinde siegte Aleksandr Slepsov aus Aserbaidschan. «Es ist offensichtlich, dass vollständig Taubblinde einen Nachteil haben gegenüber nur teilweise Hörsehbehinderten», sagt Maier. Er ist der Ansicht, dass die Regeln bezüglich Teilnahmeberechtigung in dieser Kategorie überarbeitet werden müssten.

Parallel zur Schach-WM wurde ein sogenanntes Open durchgeführt, an dem sich auch Spieler beteiligen durften, die sich nicht für die WM qualifizieren konnten. Zusätzlich fand ein Blitzturnier statt, an dem auch zehn Hörende mitmachten. «Es ist erfreulich, dass die Leute trotz des schönen Sommerabends drinnen Schach spielten», sagt Maier. (mjb)




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