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Tagblatt Online
9. Februar 2016, 07:38 Uhr

Räume für neue Geschäftsideen

Der Verein Startfeld eröffnet am 11. März ein Innovationszentrum an der Lerchenfeldstrasse 3. «Startfeld»-Geschäftsführer Peter Frischknecht erzählt, was die Ziele sind und welche Jungunternehmen in den Räumlichkeiten willkommen sind.

IVES BRUGGMANN

ST.GALLEN. Ein chinesisches Sprichwort besagt, dass auch eine Reise von tausend Meilen mit dem ersten Schritt beginnt. Und wer ein Unternehmen gründet, begibt sich ebenfalls auf eine lange, mit Hindernissen gespickte, Reise. Gerade bei Start-up-Unternehmen sind die ersten Schritte entscheidend, wenn es um den Erfolg der Geschäftsidee geht. Hier kommt der Verein Startfeld ins Spiel. Seinem Namen entsprechend will der Verein die erste Anlaufstelle für angehende Firmengründer und Jungunternehmer in der Ostschweiz sein.

Seit über fünf Jahren dabei

Der Verein wurde im Jahr 2010 von der Stadt, der Fachhochschule, der Universität St. Gallen und der Empa als verbindende Plattform für Jungunternehmen gegründet. «Startfeld» sieht sich als Förderplattform und Kompetenzzentrum für Jungunternehmen. In seinem Fokus steht die gezielte Unterstützung von Unternehmensgründern in der Ostschweiz. Von der Geschäftsidee bis zum erfolgreichen Markteintritt. Geschäftsführer Peter Frischknecht erhofft sich eine Art Aufbruchstimmung im neuen Innovationszentrum. «Im Gegensatz zu einer Bank sind wir von Chancen getrieben, nicht von Risiken», sagt er. Das Zentrum soll ein «Start-up-Ökosystem» fördern. Wenn es nach dem Geschäftsführer geht, sollen bald bis zu 80 Leute im Zentrum ein und aus gehen.

Rahmenbedingungen bieten

Ein gutes Beispiel für die Arbeit von «Startfeld» ist die Firma Gartengold GmbH. Albert Gebhardt und Leonard Wilhelmi hatten die Idee, aus Äpfeln, die andere verfaulen lassen würden, Apfelsaft erster Qualität zu produzieren. Gleichzeitig wollten sie damit Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen. 2013 gewannen sie mit ihrem entwickelten Geschäftsmodell ein «Startfeld»-Förderpaket. Auch durch die Mithilfe von «Startfeld», sei dies in finanzieller Hinsicht oder durch das dort vorhandene Netzwerk, konnte sich Gartengold mit ihrer Geschäftsidee etablieren. «Wir bieten ein breites Netzwerk, Information, Beratung, Coaching und Finanzierung, sofern das Konzept überzeugt», sagt Frischknecht. Als weiteren Punkt fügt er Infrastruktur hinzu. Und genau in diesem Bereich erweitert der Verein sein Angebot. Gleich neben der Empa eröffnet «Startfeld» im ehemaligen Tagblatt-Gebäude an der Lerchenfeldstrasse 3 sein Innovationszentrum (siehe Kasten). Neben fest vermieteten Räumen stehen dort auch Räume für Jungunternehmer zur Verfügung. «Das Innovationszentrum wird ein sichtbarer Kristallisationspunkt unserer Arbeit», sagt Frischknecht.

Auch für Startfeld selber sei die Gestaltung des neuen Innovationszentrums eine Herausforderung. «Das ist sozusagen unser eigenes Start-up.» Die Räumlichkeiten seien so konzipiert, dass Synergien genutzt und Wissen ausgetauscht werden könne. «Die Atmosphäre soll inspirierend und unternehmerisch sein und das Denken ausserhalb von gängigen Mustern fördern.»

Pulsierendes Netzwerk

Eine Firma, die sich fest in die neuen Räume einmietet, ist die Molecular Control AG. Sie entwickelt portable Geräte für Blutuntersuchungen. Gleichzeitig sollen sie mit dem Smartphone kompatibel sein. «Ich bin überzeugt, dass ein pulsierendes Start-up-Netzwerk, wo alte Strukturen kritisch hinterfragt werden, zum Erfolg meiner Firma beitragen wird», sagt Geschäftsleiter Reto Schoch. Dies sei vor allem auch in Kombination mit dem wissenschaftlichen Umfeld der Empa der Fall.



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