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Tagblatt Online
23. Februar 2016, 07:54 Uhr

Kino Storchen in St.Gallen wird geschlossen

Vor vier Jahren schloss das Kino Corso an der Brühlgasse seine Türen. Nun steht ein weiteres Kino vor dem Aus. Die Kitag will das Kino Storchen an der Magnihalden nur noch bis Ende Jahr weiterbetreiben.

ST.GALLEN. In ein paar Monaten verliert die Stadt St.Gallen ein weiteres Kino. Die Betreiberin Kitag will das Kino Storchen an der Magnihalden nicht mehr weiterführen. Es soll per Ende Jahr geschlossen werden. Auf diesen Zeitpunkt hin hat die Betreiberin Kitag den Mietvertrag gekündigt, wie die «St.Galler Nachrichten» melden.

Es wird vermutet, dass die hohen Betriebskosten zur Schliessung des Kinos Storchen führen. Denn dieses verfügt über einen einzigen Kinosaal, dessen Betrieb wohl verhältnismässig aufwendig ist. Die Kitag war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Kino mit Tradition

Mit dem «Storchen» schliesst ein traditionsreiches Kino seine Türen. Es handelt sich um das älteste noch bestehende Kino in der Stadt. 1908 wurde es unter dem Namen «Elektrische Lichtbühne» eröffnet. In den 1920er-Jahren war es für sein legendäres Programm berühmt-berüchtigt. Cowboyfilme, Komödien, Gangster- und Gruselfilme flimmerten über die Leinwand. Ende der 1950er-Jahre erhielt es den Namen «Kino Storchen».

Mitte der 1980er-Jahre übernahm der ehemalige St.Galler Kinobetreiber Franz Anton Brüni das Kino Storchen. Er zeigte darin vor allem hochwertige Studiofilme. Seit Ende 2006, als Brüni seine Kinos verkaufte, gehört das «Storchen» zur Kitag-Gruppe.

Zukunft noch offen

Wie es mit dem Kinosaal weitergeht, ist noch offen. Die Liegenschaft an der Magnihalden 7, in der sich das Kino Storchen befindet, ist noch immer in Besitz von Brüni. Dieser bedauert, dass die Kitag den Mietvertrag gekündigt hat und das Kino Storchen schliessen will. «Ich würde in diesem Haus gerne ein Kino erhalten», sagte er gegenüber dem «Anzeiger».

Er wünsche sich einen Nachmieter, der den Saal weiterhin kulturell nutzt. Für Ideen und Vorschläge von potenziellen Mietern sei er offen. Und er hat die Hoffnung noch nicht begraben, vielleicht doch noch jemanden zu finden, der im «Storchen» ein «Nischenkino» betreiben möchte. Schliesslich sei es heute einfacher, als Kleinbetrieb von den Verleihfirmen gute Filme zu erhalten. So könnte das traditionsreiche «Kino Storchen» doch noch vor dem Untergang bewahrt werden. (cw)



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Mode (23. Februar 2016, 09:52)
Die liebe Kitag

Mehr kann man von der Kitag nicht erwarten. Einst ein Kino mit Charme und mit einem Ausgesuchten und guten Programm. In einem solchen Kino das selbe, absolut unterirdische Mainstreemprogramm zu zeigen wie in den anderen Kitag Kinos ist von anfang an zum scheitern verurteilt und wohl mässig von Interesse der Kitag. Es bleibt zu hoffen dass uns das Kino in SG erhalten bleibt und es neu mit einem ausgesuchten und guten Programm belebt wird

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