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Tagblatt Online
26. März 2016, 09:24 Uhr

Fussball-Filmfestival zum zweiten

Auch in diesem Jahr organisiert eine Gruppe von fünf Personen im Linsebühl die St.Galler Fussballlichtspiele. Das kleine Filmfestival dauert neu drei Tage und findet Anfang September statt. Es gibt auch einen Kurzfilmwettbewerb.

DAVID GADZE

ST.GALLEN. «Fussball ist mehr als elf gegen elf. Fussball ist Kultur. Und deshalb gehört er nicht nur auf die Fussballplätze und in die Stadien, sondern auch in die Stadt.» So kündigten die Organisatoren der St. Galler Fussballlichtspiele im vergangenen Jahr die Premiere des kleinen Filmfestivals im Linsebühl-Quartier an. Nun verkünden sie, dass es auch dieses Jahr stattfinden wird.

Keine Filme, die jeder kennt

Die inhaltliche Ausrichtung der Fussballlichtspiele bleibt gleich. Es werden Spielfilme, Dokumentarfilme und Kurzfilme gezeigt, die mit Fussball zu tun haben. «Wir wollen dem Publikum ein spezielles Programm bieten und nicht einfach Filme, die schon jeder kennt», sagt Ruben Schönenberger, einer der fünf Organisatoren. Wie im Vorjahr dürfte das Fanlokal des FC St. Gallen an der Lämmlisbrunnenstrasse als Treffpunkt dienen, während im Kino Tiffany Filme gezeigt und Podiumsdiskussionen geführt werden.

Ruben Schönenberger Mitorganisator der Fussballlichtspiele St. Gallen Zoom
Ruben Schönenberger Mitorganisator der Fussballlichtspiele St. Gallen

Die Organisatoren sind am vergangenen Wochenende eigens nach Berlin ans internationale Fussballfilm-Festival «11 Millimeter» gereist. «Dort haben wir viele Filme gesehen, die wir uns auch für die Fussballlichtspiele vorstellen können», sagt Schönenberger. Das Programm steht jedoch noch nicht fest. Klar ist nur, dass es neu den «Kurzfilm-Cup» geben wird (siehe Zweittext). Immerhin hätten sie dieses Jahr etwas mehr Zeit: «Vergangenes Jahr blieben uns von der ersten Idee bis zur Durchführung nur vier Monate.»

Neu an drei Tagen

Neu ist der Durchführungstermin: Statt im Juni finden die Fussballlichtspiele dieses Jahr vom 1. bis 3. September statt und dauern drei statt zwei Tage. Für die Verschiebung gebe es mehrere Gründe, sagt Schönenberger. Der eine ist die Fussball-EM, die am 10. Juni beginnt. Die Organisatoren hätten mit dem Gedanken gespielt, die Fussballlichtspiele mit einem Public Viewing der EM-Spiele zu kombinieren. «Da aber jeweils ab 15 Uhr alle drei Stunden ein Spiel stattfindet, hätten wir unser Filmprogramm in den Spielpausen gar nicht untergebracht.» Und die EM-Spiele parallel zu den Fussballfilmen zu zeigen, mache auch keinen Sinn. «Dadurch würden wir unsere eigene Veranstaltung kannibalisieren.»

Ein weiterer Grund für die Verschiebung in den September (und gegen eine Durchführung vor der EM) ist die Fussball-Übersättigung der breiten Öffentlichkeit am Ende einer Saison. Im vergangenen Juni bildeten die Fussballlichtspiele quasi deren Ausklang. «Vielleicht sind die Leute auch froh um eine kurze Pause vom Fussball», sagt Schönenberger. Dennoch war die Premiere mit über 160 Tageseintritten ein Erfolg.

Auf eine Strasse konzentriert

Ein Open-Air-Kino wird es dieses Jahr nicht geben. 2015 fiel es dem starken Wind zum Opfer, diesmal wird die Leinwand gar nicht erst ausgerollt. «Das Festivalgelände soll sich auf die Linsebühlstrasse konzentrieren», sagt Ruben Schönenberger. Auch das Strassenfest mit Festwirtschaft wird irgendwo in den Bereich zwischen Tiffany und Fanlokal verlegt und findet allenfalls in kleinerer Form statt. «Wir müssen noch abklären, welcher Ort dafür geeignet wäre.»



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