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Tagblatt Online
24. November 2015, 08:06 Uhr

Erste Asylsuchende ziehen in die Jugi ein

Die Jugendherberge St.Gallen bietet 85 Plätze für Asylsuchende. Zoom

Die Jugendherberge St.Gallen bietet 85 Plätze für Asylsuchende. (Bild: Hanspeter Schiess)

ST.GALLEN. Normalerweise macht die Jugendherberge St.Gallen ab Mitte November Winterpause. Sie steht dann vier Monate lang leer. Dieses Jahr ist es anders: Seit gestern öffnet sie ihre Türen für Asylsuchende. Auch Familien werden in den nächsten Tagen hier erwartet.

CHRISTINA WEDER

Gestern hat die Jugendherberge St.Gallen ihre Türen erstmals für Asylsuchende geöffnet. Während der Winterpause betreibt der Kanton St.Gallen dort ein temporäres Zentrum für Asylsuchende mit 85 Plätzen, denn die kantonalen Zentren sind voll ausgelastet.

Neun Personen angekommen

Gestern sind die ersten neun Asylsuchenden eingezogen. Laut Urs Weber, Leiter Asylabteilung beim kantonalen Migrationsamt, handelt es sich um ein Ehepaar und vier Männer aus Afghanistan sowie drei Männer aus Syrien. Von nun an werden täglich Neuankommende im Gebäude am Birnbäumenhang erwartet. Weber rechnet damit, dass die Jugendherberge Ende Woche bereits voll ausgelastet ist. Diese Erfahrung hat er auch in der Jugendherberge Rapperswil/Jona gemacht, die innert Wochenfrist bis auf den letzten Platz belegt war.

Räume mit Tageslicht

In der Jugendherberge St.Gallen betreibt der Kanton die zweite temporäre Asylunterkunft auf Stadtgebiet. Seit August sind in der Zivilschutzanlage im Riethüsli rund 100 Asylsuchende untergebracht. Der Unterschied zwischen den beiden temporären Unterkünften besteht darin, dass es sich bei der Jugendherberge um eine oberirdische Bleibe handelt. «Das bedeutet, dass wir hier auch Familien aufnehmen können», sagt Weber. Dagegen sind in der Zivilschutzanlage im Riethüsli ausschliesslich Einzelpersonen untergebracht, vor allem junge Männer aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und Somalia.

In der Jugendherberge werden sich eine Zentrumsleiterin, zwei Betreuer und ein Deutschlehrer um die Asylsuchenden kümmern. Gekocht wird vom Personal der Jugendherberge. Die Asylsuchenden werden laut Weber bei den täglich anfallenden Arbeiten mithelfen und zur Schule gehen. Das Zentrum für Asylsuchende wird Ende März geschlossen. Dann öffnet die Jugi wieder für Touristen.



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