AFG-Stadion, 18. August 2010 16:47:33
Die unendliche Stadiongeschichte
AFG-Stadion
Dem Bau der AFG Arena (hier im April 2007) gingen im Stadtparlament lange politische Debatten voraus. (Bild: Archivbild: Sam Thomas)
ST.GALLEN. Die Stadion-Betriebs-AG steckt in Finanznöten. Dam allfälligen Rettungspaket durch die öffentliche Hand bläst im Stadtparlament ein harter Wind entgegen. Widerstand gab es schon vor zehn Jahren, als es um die Stadionplanung ging.
Ralf Streule
In der kommende Woche soll bekannt werden, wie eine Hilfe der öffentlichen Hand für die finanziell angeschlagene Stadion-Betriebs-AG aussehen könnte. Stadtpolitiker stehen einem allfälligen Rettungspaket kritisch gegenüber. Dies dürfte auch damit zu tun haben, dass die Stadt den FC St. Gallen und die Stadion AG schon vor knapp zehn Jahren stark finanziell unterstützt hat.
Als es damals darum ging, das Land im Westen umzuzonen und später der Stadion AG zu schenken, kämpfte vor allem die Linke im Stadtparlament gegen die Pläne.
Raumplanerische Bedenken
Die Stadiongegner wehrten sich schon damals dagegen, dass das Stadion und so indirekt der FC St. Gallen mit öffentlichen Geldern in dem Masse unterstützt werden soll. Hauptargument waren aber damals aber nicht nur die Kosten. Raumplanerische Fragen waren genau so zentral. Befürchtet wurde unter anderem eine zu starke Verkehrsbelastung.
Ein Referendum gegen die Umzonung wurde damals von linker Seite erreicht – das Volk aber entschied für die Umzonung und damit für den Bau des Stadions.
Struktur wurde bewusst gewählt
Einer der Hauptopponenten war damals der SP-Stadtparlamentarier Jürg Diggelmann. Als Präsident der Geschäftsprüfungskommission führte er mit Stadionverantwortlichen Gespräche zum Businessplan. «Wir gingen davon aus, dass die darin aufgeführten Zahlen zum tragen kommen», sagt Diggelmann heute.
Dass dem nun nicht so sei, habe vielleicht mit dem teurer als erwarteten ausgefallenen Innenausbau des Stadions zu tun. «Aber wohl nicht mit den Geschäftsstrukturen.» Das System mit drei Gesellschaften sei damals bewusst gewählt worden, um zu verhindern, dass sich finanzielle Probleme des Fussballbetriebs automatisch auf das Stadion auswirkten.
Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 19. August.
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Kommentare lesen
buddy (19. August 2010, 07:26)
Der nimmersatte Stadionskoloss
Den Boden gratis, die Finanzspritzen, der wirklich unschöne Anblick dieses Stadions, die Beteiligung an den Kosten für die Polizeieinsätze, alles haben wir St.Galler/innen, die mit dem Fussball nichts am Hut haben, gezwungenermassen mittragen müssen, jetzt ist es mal genug.
Beitrag kommentierengallenblog.wordpress.com (19. August 2010, 00:02)
Stade de Genève
Stade de Genève
Beitrag kommentierenbertli64 (18. August 2010, 19:29)
die unendliche stadiongeschichte
ich bin auch dafür, dass vor weiteren finanziellen verpflichtungen total mit diesen drei unsäglichen und unfähigen gesellschaften aufgeräumt wird. alle bisherigen vorstände müssen ganz klar weg vom fenster. ich bin auch fcsg fan, aber so kann es nicht weiter gehen!
Beitrag kommentierenab und zu ist auch zu lesen, dass der "innenausbau" (was ist das konkret?) teurer als budgetiert zu stehen kam. müsste hier nicht auch die betreffende baufirma oder gu/tu zur rechenschaft gezogen werden? wenn man eine offerte nicht einhalten kann, soll man es lassen oder halt mehrkosten auf die eigene kappe nehmen.
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