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Tagblatt Online
12. Dezember 2015, 08:58 Uhr

Die Opposition wächst weiter

Der Quartierverein Tschudiwies-Centrum hat beim Stadtrat wegen der geschlossenen Bahnübergänge im Güterbahnhofareal interveniert. Ausserdem hat er diese mit Andreas-Kreuzen aus Holz ausgestattet.

DAVID GADZE

Die Opposition von Anwohnern gegen die Schliessung der Bahnübergänge im Güterbahnhofareal nimmt weiter zu: Der Quartierverein Tschudiwies-Centrum ist erneut aktiv geworden und hat vor ein paar Tagen eine Eingabe an den Stadtrat gemacht. «Er soll sich dafür einsetzen, dass die Übergänge wieder geöffnet werden», sagt Quartiervereinspräsident Alfred Mallepell. Im Quartier herrsche eine «grosse Unzufriedenheit», die weiter zugenommen habe, seit vor zwei Monaten der letzte der drei Übergänge geschlossen wurde.

Andreas-Kreuze angebracht

Der Quartierverein hat deshalb auch ein sichtbares Zeichen seines Unmuts gesetzt: Er hat an der Güterbahnhofstrasse entlang der Bahnlinie selbstgebastelte Andreas-Kreuze und Tafeln mit der Aufschrift «Wir fordern» angebracht. Die Botschaft ist unmissverständlich: Die Bahnübergänge sollen wieder geöffnet und mit Andreas-Kreuzen und Lichtsignalen gesichert werden. Mallepell wirft den Appenzeller Bahnen Willkür vor: «In Teufen sind praktisch alle Übergänge so gesichert. Und warum gilt die Trogenerbahn, die mitten durch die Stadt fährt, als Strassenbahn, das Gaiserbähnli im Güterbahnhofareal aber nicht?»

Doch wieso wird der Quartierverein beim Stadtrat vorstellig, bevor seine Einsprache gegen die Schliessung der Bahnübergänge vom Bundesamt für Verkehr entschieden ist? «Wir gehen davon aus, dass sie abgelehnt wird», sagt Mallepell.

Einer von mehreren Punkten

Im Rahmen der Umsetzung der Durchmesserlinie, die Ende 2018 eröffnet werden soll, gebe es noch verschiedene Punkte zu klären, sagt Fredy Brunner, Verwaltungsratspräsident der Appenzeller Bahnen. Die Bahnübergänge seien einer davon. Er werde sich beim Bundesamt für Verkehr für eine Lösung des Problems einsetzen.



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