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Tagblatt Online
23. Februar 2016, 07:57 Uhr

Das Riethüsli als Grossbaustelle

Die Leitungen, in denen das Grundwasser wegen des Baus des Ruckhaldetunnels abgepumpt wird, schlängeln sich durchs Riethüsli. Zoom

Die Leitungen, in denen das Grundwasser wegen des Baus des Ruckhaldetunnels abgepumpt wird, schlängeln sich durchs Riethüsli. (Bild: Ralph Ribi)

Die Bauarbeiten für den Ruckhaldetunnel der Durchmesserlinie der Appenzeller Bahnen führen im Riethüsli zu Anpassungen beim Verkehrsregime. Die Endhaltestelle der VBSG-Linie 5 wird zwischen März und Dezember verschoben.

DAVID GADZE

ST.GALLEN. Die Bauarbeiten für die Durchmesserlinie der Appenzeller Bahnen (AB) laufen auf Hochtouren. Beim Gaiserbahnhof entsteht derzeit die neue Haltestelle, die Ende Jahr in Betrieb genommen wird. Die Baustelle und der Installationsplatz an der Ruckhalde werden immer grösser. Und im Riethüsli haben Vorarbeiten für die Bohrungen des Ruckhaldetunnels begonnen. Gestern informierten AB-Direktor Thomas Baumgartner und Verwaltungsratspräsident Fredy Brunner vor den Medien über die laufenden Arbeiten und das weitere Vorgehen.

Viele verschiedene Bauprojekte

Bis die durchgehende Verbindung Appenzell–St. Gallen–Trogen Ende 2018 eröffnet wird, stünde noch eine Reihe von Bauprojekten an, sagte Baumgartner. Besonders ins Gewicht fallen das Herzstück der Durchmesserlinie, der rund 700 Meter lange Ruckhaldetunnel, sowie die neue Haltestelle im Riethüsli. Zudem werden bis Ende 2018 die Kreuzungsstellen Liebegg und Lustmühle ausgebaut beziehungsweise verlängert.

Im Riethüsli sind die ersten Vorboten der anstehenden Bauarbeiten für den Ruckhaldetunnel bereits zu sehen – in Form von blauen Röhren, die sich durch das Quartier schlängeln. Da der Vortrieb im dortigen oberen Teil des Tunnels teilweise unter dem Grundwasserspiegel verläuft, muss das Grundwasser in jenem Bereich abgepumpt, über oberirdische Leitungen in den unteren Teil der Ruckhalde transportiert und dort wieder in den Untergrund eingelassen werden. Die Entnahme- und Rückversickerungsbrunnen werden derzeit installiert. Die Grundwasserabsenkung beginnt Ende März.

Endhaltestelle wird verschoben

Auf das Riethüsli kommen in den kommenden Monaten weitere Arbeiten zu, die mit verschiedenen Verkehrsanpassungen verbunden sind. An der Demutstrasse, gleich gegenüber dem Wendeplatz der VBSG-Linie 5, beginnen im Tagbau erste Arbeiten für die Tunnelbohrungen. Aus diesem Grund wird der Verkehr über den Wendeplatz geführt. Das hat Auswirkungen auf die Busse der Linie 5: Die Endhaltestelle Riethüsli befindet sich vom 7. März bis Dezember provisorisch Im Grund vor der ehemaligen Postfiliale. Zum Wenden fahren die Busse über die Quartierstrasse und gelangen von dort zurück auf die Teufener Strasse. An der Verzweigung Teufener Strasse/Im Grund werden Lichtsignale aufgestellt. Während der Umleitung der Busse müssen einige oberirdische Parkplätze aufgehoben werden. Zwischen dem Riethüsli und Rotmonten verkehren Dieselbusse.

An der Riethüslistrasse, zwischen dem VBSG-Wendeplatz und der Wattstrasse, wird der Installationsplatz für den Bau der neuen Haltestelle und des südlichen Tunnelportals eingerichtet. Die Riethüslistrasse wird deshalb in südlicher Richtung als Einbahn geführt. Damit die Erreichbarkeit des Quartiers gewährleistet bleibt, entsteht zur Teufener Strasse ein provisorischer Bahnübergang mit Linksabbiegeverbot.

Spatenstich ist Anfang April

Der Spatenstich für den Ruckhaldetunnel erfolgt am 4. April – allerdings nicht an der Ruckhalde, wo im Juli der Vortrieb am nördlichen Tunnelportal beginnt, sondern im Riethüsli. Dort starten die Vortriebsarbeiten im Januar 2017. Der Durchschlag des Ruckhaldetunnels ist für Sommer 2017 geplant.

Die Sprengungen für den Tunnelbau werden tagsüber erfolgen. Im Riethüsli sei mit Erschütterungen zu rechnen, sagte Baumgartner. Auch mit Lärm und Staub durch Bohrgeräte und Baufahrzeuge müsste gerechnet werden. Heute um 19.30 Uhr informieren die Appenzeller Bahnen in der Aula des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums St. Gallen (GBS) über die anstehenden Arbeiten. Der Anlass ist öffentlich.

Neue Haltestelle Güterbahnhof

Thomas Baumgartner kam auch auf die geplante Verlegung der Gleise auf die Nordseite des Güterbahnhofareals zu sprechen, die in einer zweiten Etappe bis 2022 realisiert werden soll. Das Projekt sei immer noch in Bearbeitung. Im Güterbahnhofareal sind ausserdem eine neue Haltestelle und eine neue Kreuzungsstelle für den Viertelstundentakt zwischen Teufen und Trogen vorgesehen.



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