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Tagblatt Online
21. Januar 2016, 07:48 Uhr

St.Galler Credit Suisse wird umgebaut

ST.GALLEN. Das Gebäude der Credit Suisse erfährt eine komplette Sanierung. Von aussen wird dies kaum sichtbar sein: Die Fassade ist schützenswert und muss in dieser Form erhalten bleiben.

ELISABETH REISP

In dieser Woche sind die Mitarbeiter der Credit Suisse St.Gallen daran, ihre Büros an der St.Leonhard-Strasse 3 zu räumen. Die rund 140 Mitarbeiter ziehen für ein knappes Jahr an die St.Leonhard-Strasse 33. Denn das Gebäude beim Broderbrunnen wird saniert.

11,5 Millionen für Sanierung

Die Bauarbeiten beginnen am 1. Februar und dauern voraussichtlich bis Ende November. Schalter und Bankautomaten werden weiterhin beim Standort am Broderbrunnen geführt; von Mitte Juli bis Ende November in einem Provisorium vor dem Gebäude. Die Sanierung wird die Credit Suisse 11,5 Millionen Franken kosten.

Das Gebäude an der St. Leonhard-Strasse 3 stammt aus den 1960er Jahren und ist gemäss Denkmalpfleger Niklaus Ledergerber ein wichtiger Zeitzeuge der damaligen Aufbruchstimmung in St. Gallen. Der östliche Teil des Gebäudes wurde 1960 nach einem Entwurf von Rudolf Gujer gebaut. Erst acht Jahre später erstellten die Architekten Danzeisen und Voser den zweiten Teil des Hauses, die Nachbargebäude St. Leonhard-Strasse 5 und 7. Danzeisen und Voser bauten Gujers Fassade weiter über die westliche Gebäudeecke, so dass heute die Hauszeile als ein grosses Gebäude erscheinen. Die Fassade des Bankgebäudes ist bis heute original erhalten. Und so soll es auch in Zukunft bleiben.

Schützenswerte Fassade

Denn die Rasterfassade des wichtigen Zeitzeugen sei erhaltenswert, sagt Ledergerber. Sie besteche durch ihre hohe materielle und architektonische Qualität. Getragen wird die Fassade von einem gut proportionierten Aluminiumraster, die unter den Fensterscheiben mit dunklen Natursteinplatten versehen ist. Typisch für die damalige Zeit sei auch das zurückversetzte, ebenfalls mit dunklen Natursteinen verkleidete Erdgeschoss, das die Obergeschosse hervortreten und fast schwebend erscheinen lässt.

Die Frage nach einer modernen Fassade habe sich bei der Credit Suisse nicht gestellt, sagt Christoph Zeller, Leiter Firmenkunden Ostschweiz. «Wir wussten, dass es sich um eine schützenswerte Fassade handelt.» Dafür werde das Innere den heutigen Standards angepasst. So werden vor allem die Kundenbegegnungszonen modernisiert. Auch werde es weniger Einzelbüros geben, die Teams würden zusammengelegt. Zudem werden jene Mitarbeiter, ein halbes Dutzend, die bisher an der St. Leonhard-Strasse 33 waren, nach der Sanierung ihre Büros an der Nummer 3 haben. Der Teil, der 1960 gebaut wurde, wird energetisch saniert. «Dieser Teil ist schlecht isoliert», sagt Zeller.



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