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Tagblatt Online, 01. Februar 2012 11:03:00

«Wir lassen uns das Kugl nicht nehmen»

Kugl Noem Nova Zoom

Das Kugl wird seit fast einem Jahr von der Gruppe Klartext unterstützt. (Bild: Michel Canonica)

ST.GALLEN. «Klartext» spricht einmal mehr Klartext: Das Komitee, das sich fürs Kugl einsetzt, übt Kritik am kantonalen Baudepartement. Und äussert sich zu den Plänen der Stadt mit dem «Kastanienhof».

In den letzten Monaten schwieg «Klartext». Die Gruppe, die sich seit fast genau einem Jahr für den Erhalt des Kugls einsetzt. Nun äussert sich das vom Lokal unabhängige Komitee wieder. Es sei dringender denn je, schreiben die Jungen in einer Mitteilung, Druck auszuüben. «Und klipp und klar zu sagen: Wir lassen uns das Kugl nicht nehmen.» Anlass dafür ist der jüngste Kugl-Konflikt: Jener um den Mietvertrag zwischen dem Lokal und dem kantonalen Baudepartement.

«Nicht selbstkritisch genug»

Die Kugl-Betreiber hatten im Dezember gefordert, dass das Baudepartement, neuer Besitzer der Kugl-Räume, bei den Verhandlungen um einen neuen Mietvertrag wegen Befangenheit in den Ausstand tritt. Das Baudepartement hat den Antrag abgelehnt. So zogen die Kugl-Betreiber vergangene Woche mit dem Ausstandsantrag an die Gesamtregierung weiter (Ausgabe vom 25. Januar). «Klartext» unterstütze den Antrag des Kugls, das Baudepartement müsse die Mietvertragsverhandlungen an ein anderes Departement abgeben, schreibt die Gruppe. Sie empfinde es als «äusserst befremdend, dass das kantonale Baudepartement nicht selbstkritisch genug» sei, das von sich aus zu tun. Das kantonale Baudepartement scheine «immer noch mit seinem alten Freund Alex Keller» – dem Mann, der seit Jahren in einen Rechtsstreit mit dem Club verwickelt ist – «in Verbindung zu stehen». Keller hatte jahrelang für das Departement gearbeitet.

Man sei aber davon überzeugt, dass die Gesamtregierung «den einzig logischen Schritt» gehen werden, schreibt die Gruppe weiter. «Und zugunsten des Kugls entscheidet.»

Kein Hotel im «Kastanienhof»

Schliesslich äussert sich das Komitee auch zu den Plänen, welche die Stadt mit dem «Kastanienhof» hat: Das Gebäude auf der Kreuzbleiche, in dem auch regelmässig Parties stattfinden, soll saniert und künftig als Hotel betrieben werden. Dagegen ist kürzlich das Referendum ergriffen worden. «Klartext» bedauere zutiefst, dass künftig keine Parties mehr im «Kastanienhof» geplant seien. Aber vielleicht werde der Hotel-Plan ja «über den Haufen geworfen». Und die Kultur könne «den idealen Standort intensiver denn je nutzen». (pd/mke)





Leser-Kommentare:
2 Beiträge

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sgost (06. Februar 2012, 15:14)
@AJS45

...sagte er und verkroch sich in die Anonymität des Internets und genoss den Ausblick von seinem hohen Ross aus.

kleiner Tipp: persönlich die Leute ansprechen und sich zuerst richtig informieren!

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ajs45 (05. Februar 2012, 00:04)
Eine andere Art von Vigilantes

Es ist schon erstaunlich wie eine undursichtige Gruppe sich als Advokat fuer Probleme aufstellt ohne dabei zu deren Loesung beizutrage. Dass man wahrscheinlich etwas wie das Kugl fuer junge und nicht so junge Leute braucht, scheint ja ausser Zweifel zu sein. Aber wer der Besitzer ist und wie er das vermietet, ist sicher nicht Sache dieser kopflosen Vigilantegruppe. Genausowenig wie der Gebrauch des abscheulichen Kastanienhof's. Ein schoenes neues drei oder vier Sterne Hotel, waere sicher besser als dieser haessliche Riegelbau, auch wenn er noch so vielen Militaerfanatikern und Nostalgikern als Wahrzeichen dient.

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