Tagblatt Online, 25. August 2010 01:01:32
Steiniger Weg zu neuer Strasse
Stau bis November: Wer derzeit nach Engelburg fährt, sollte es nicht eilig haben. (Bild: Bild: Hanspeter Schiess)
Die St. Gallerstrasse nach Engelburg gilt wegen ihrer scharfen Kurven als Unfallstrecke. Und jetzt auch als Staustrecke. Schuld daran sind die Arbeiten für die neue Strassenführung.
Martina Kaiser
Engelburg. Erst sollte es Mitte Juli sein, jetzt wird's Ende August. Die Fertigstellung des neuen Strassenabschnittes zwischen der Spisegg und Engelburg verzögert sich erneut. Schuld waren in jüngster Zeit die Altlasten der Deponie Tüfentobel und das schlechte Wetter. Jetzt sind es vor allem die Arbeiten an der bestehenden Strasse zwischen der Spisegg und der ersten scharfen Rechtskurve Richtung Engelburg. Sie dauern um einiges länger als geplant.
Zwei statt eine Etappe
Vorgesehen war, den Abschnitt in einer Etappe zu sanieren. Auf der Höhe Spisegg bis zur Zufahrt der alten Deponie wurde die Strasse für einen Geh- und Radweg verbreitert, die Schächte wurden ersetzt. Gleichzeitig liess der Kanton die linke Fahrbahn bis zur ersten Rechtskurve Richtung Engelburg erneuern. Während dieser Sanierungsphase sollte der Verkehr ursprünglich mit einem Lichtsignal beim Restaurant Spisegg geregelt werden. Dies war laut Projektleiter Stefan Klein aber nicht möglich.
Befürchtet wurden zu lange Staus vor dem Lichtsignal. Dies wiederum hätte den öffentlichen Verkehr behindert: Die von Engelburg kommenden Postautos hätten nach dem Restaurant Spisegg kaum mehr nach Abtwil abbiegen können.
Also musste umdisponiert werden: Das Lichtsignal wurde auf die Höhe der Zufahrt zur alten Deponie verlegt, der Strassenabschnitt in zwei Etappen saniert. Das Problem mit den Postautos war gelöst, Staus gibt es aber weiterhin. Der veränderte Bauablauf und der langanhaltende Regen kosteten zusätzlich Zeit.
Strasse ab Montag befahrbar
Diese Woche werden laut Stefan Klein noch Belagsarbeiten bei der Spisegg und vor dem Dorfeingang ausgeführt. Ende Woche könnte dann die neue Strassenführung an die alte angeschlossen werden. Geplant ist, den neuen Abschnitt nächsten Montag in Betrieb zu nehmen, was für Klein «auch realistisch ist». Doch damit hat der Stau noch kein Ende.
Ab Mitte nächster Woche bis Mitte November wird in der Spisegg und vor Engelburg im Bereich der scharfen Rechtskurve die rechte Fahrbahn erneuert. Gleichzeitig wird der Geh- und Radweg ausgebaut und an die alte St. Gallerstrasse angeschlossen.
So hoch wie der Aufwand sind auch die Kosten: 4,2 Millionen Franken. Der Kanton muss für den Löwenanteil aufkommen, auf die Gemeinde Gaiserwald entfallen 260 000 Franken.
- Artikel empfehlen:









Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.
Kommentar schreiben