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Tagblatt Online, 29. November 2011 01:04:04

Spielfreude pur in Engelburg

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Mit Leidenschaft dabei: Dirigentin Ekaterina Pichlbauer und ihre Mannen des Engelburger Männerchors. (Bild: Urs Jaudas)

Unterhaltungsabende eines Männerchors können durchaus spannend sein. Dies zeigte sich am Samstagabend in der Mehrzweckhalle Engelburg. Das Publikum war begeistert.

NOTKER ANGEHRN

ENGELBURG. Der Einstieg in die quirlige Unterhaltungsshow beginnt in bekanntem Stil. Mit dem Lied «Freude» habe der Männerchor Engelburg am diesjährigen kantonalen Gesangsfest ein «sehr gut» ersungen, informiert Präsident Josef Mestka. Die Wiederholung vor einheimischen Publikum im fast vollbesetzten Saal – darunter auch Gäste aus dem vorarlbergischen Götzis – zeigt, dass diese Bewertung wohlverdient war. Auch beim anschliessenden «Fliegermarsch» kommt das harmonische Volumen der 30 Sänger voll zur Geltung.

Feel good

Romantische Gefühle vermag der Chor unter der charmant und leidenschaftlich agierenden Dirigentin Ekaterina Pichlbauer mit Melodien aus Operetten zu wecken. «Liebling, mein Herz lässt dich grüssen.» So schwärmen die Männer inbrünstig in der Sprache vergangener Zeiten. Aus der «Fledermaus» von Johann Strauss folgt «Im Feuerstrom der Reben» mit einem Solopart von Hans Kilga. Beim Lied «Ach, die Weiber» aus der «Lustigen Witwe» bleibt es sodann nicht beim Gesang. Frauen beleben tänzerisch die Bühne. Und beim «Can-can» überraschen die Girls der einheimischen TV-Tanzgruppe Amatrices in ihren bunten Kostümen mit einer veritablen Show. Das Publikum dankt mit tosendem Applaus.

Auch optisch ein Vergnügen

Im zweiten Teil begleiten die Abtwiler «Horny Roosters» den Männerchor. Mit «A Song of Joy» oder «Sweet Caroline» wird die Stimmung im Saal weiter angefacht. Höhepunkt ist schliesslich der Auftritt von Ernst Wittmer. Der Solosänger rockt mit dem Mikrophon über die Bühne und schmettert sein «I feel good» in den Saal. Es folgen «Ewigi Liäbi» und ein Medley mit Melodien von Udo Jürgens. «La Montanara» zum Schluss des Konzerts sogar in zwei Versionen. Dann gehört die Bühne den neun Instrumentalisten der «Horny Roosters». Ob Jazz oder Walzer, die Auftritte sind stets fetzig und auch optisch ein Vergnügen. Spielfreude pur.





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