Tagblatt Online, 02. November 2010 01:04:29
Kunst in den Gängen der Abacus
Bewundernde Blicke für eine Aluminiumskulptur von Ralf Fitze. (Bild: Bild: Ralph Ribi)
Zum ersten Mal gibt die Softwarefirma Abacus einigen Künstlerinnen und Künstlern aus der Region die Möglichkeit, ihre Werke auszustellen. Zu sehen ist eine überraschende Vielfalt an Bildern und Skulpturen.
DANIELA S. HERMAN
Wittenbach. Der Firmensitz von Abacus ist an sich schon ein architektonisches Juwel. Aus Anlass des 25-Jahr-Jubiläums der Firma findet in den Innenräumen bis zum 7. November eine Kunstausstellung statt.
Repräsentative Auswahl
An den Wänden des Treppenhauses hängen Bilder in verschiedensten Techniken. Von Enkaustik über Öl und Aquarell bis zu Fotografien reicht das Spektrum. Jeder der zehn eingeladenen Künstler hat eine repräsentative Auswahl aus seinem Schaffen getroffen.
In der kurzen Zeit, die ihnen das OK, bestehend aus Thomas und Sandra Kölla, Stephanie Amstad und Cornelia Senn, für die Vorbereitung gegeben hatte, versuchten alle, einen Bezug zu den Ausstellungsräumen herzustellen. Stephanie Amstad hat vor den Eingang, nahe ans Wasser, eine ihrer schlichten, eleganten Keramikarbeiten gestellt. Im Eingang bietet eine der auf Hochglanz polierten, aus Aluminium angefertigten Objekte von Ralf Fitze einen Gegenpol.
Mehrere dieser abstrakten Skulpturen gesellen sich zu Bildern von sieben Malerinnen und Malern aus der Region.
Malen, was schön ist
Auf den Acrylbildern von Christine Hasler stehen Menschen im Vordergrund. Gegenständlich malt auch Irene Varga. Schönheit bleibt ihr Motto: Blumen, Strände, Vögel. Auch der Amerikaner Gregory Larsen sagt: «Ich male einfach, was ich schön finde.» Er sei ein Illusionsmaler.
Ein Beispiel dieser Malerei ist das Bild «Maria Himmelfahrt», auf dem Maria im rosa Cabrio am Himmel fliegt.
Marlen Menet interpretiert in Symbolen und Farben verschiedene Kulturen, vor allem Spuren der präkolumbischen Kulturen Lateinamerikas. Für Cornelia Senn ist die Kunst Ausdruck ihres Inneren. Als Technik bevorzugt sie Fotografie und Acryl.
Die Bildhauerin Sandra Kölla hat extra für Abacus schlichte Steinskulpturen gemeisselt, teilweise bemalt, meist dezent dekoriert. Die Malerei von Werner Bösch berührt fast alle Stile und Richtungen. Die feinen Aquarellen fallen auf. Schliesslich die Bilder von Thomas Kölla. In diesen ist das Wasser das Hauptthema: surrealistisch, geheimnisvoll schwerelos.
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