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Tagblatt Online, 20. Juli 2009 01:02:23

Hundefrisbee hält Herrchen fit

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Mit akrobatischem Sprung über Eva Zwickers Kopf hinweg fängt Enya die Scheibe. Fit sein müssen beim DiscDog aber nicht nur die Vierbeiner. (Bild: Bild: pd)

DiscDog – zu Deutsch Hundefrisbee – heisst die neue Fun-Sportart für Hunde und ihre Halter. Die Wittenbacher Hundeschule Alltagshund bietet einen Kurs zum Erlernen der Grundlagen an. Oder hilft beim Wettkampftraining.

CATALINA SCHILTKNECHT

Wittenbach. Freudig springt Mischlingshündin Enya Richtung Wiese. Sie weiss bereits, was kommt, wenn ihre Chefin die orangen Scheiben, die Hundefrisbees, auspackt. «Play!», ruft Eva Zwicker, die Leiterin der Hundeschule Alltagshund, und wirft eine Scheibe in die Luft. Enya kennt das Kommando und schiesst los. «Zu hoch», kommentiert Eva ihren Wurf. Dabei hat Enya die Scheibe scheinbar noch gut erwischt.

Die Wurftechnik wirkt sich beim DiscDog enorm darauf aus, wie der Hund nach dem Sprung auf dem Boden auftrifft. Die Scheibe muss in der Luft die richtige Position haben: möglichst horizontal. Sonst kann sich Enya beim Landen verletzen. Zudem müssen Wurfhöhe und Timing stimmen. Gespielt wird mit bis zu zehn Scheiben, die kurz aufeinander, meist einem Formmuster folgend, in die Luft geworfen werden. Für Hunde gar nicht einfach, hier Ruhe zu bewahren. – Und schon fliegt die nächste Scheibe.

Kurs für Anfänger und Könner

Eva und Enya trainieren für die Schweizer Meisterschaften am 23. August in Balsthal, Solothurn. DiscDog kann aber jeder Hundehalter mit einem gesunden Hund spielen. Zum Erlernen der Grundlagen ist ein Kurs sinnvoll. Einen solchen gibt Eva Zwicker in ihrer Hundeschule am Samstag, 8., und Sonntag, 9. August. An diesem Kurs können Anfänger und Fortgeschrittene unter anderem an ihrer Wurftechnik feilen. Es wird zudem an der für das DiscDog nötigen Kommunikation mit dem Hund gearbeitet.

Fortgeschrittene können auch an den Wettkampfdisziplinen, einer Freestyle-Kür und dem Mini-Distance, arbeiten. Am ersten Kurstag gibt es um 16.30 Uhr eine Showeinlage, die auch Besuchern von ausserhalb offensteht: Eva Zwicker und Co-Trainer Alen Soldic mit Enya und Dobermannhündin Diva zeigen DiscDog auf Wettkampfniveau.

Sicherheit im Vordergrund

Nicht nur in den Wettkampfreglementen wird die Sicherheit der Hunde grossgeschrieben, sondern auch privat. «Es ist beim DiscDog sehr wichtig, mit einem speziellen Hundefrisbee zu spielen», erklärt Eva Zwicker und zeigt die Überreste eines normalen Frisbees zur Illustration. Die Biss-spuren bilden eine scharfe Kante. Das gibt böse Schnittwunden.

Ein wichtiger Faktor ist auch der Boden, auf dem gespielt wird. Weich und ohne Löcher muss er sein, damit die Hunde nicht einknicken. Bei schweren Hunden, ab 30 Kilo, ist beim Springen Vorsicht geboten: zu hohe Sprünge schaden den Gelenken. Dobermannhündin Diva wiegt zwar «nur» 25 Kilo, trotzdem überlässt Eva Zwicker das Spielen mit ihr gern ihrem Partner Alen Soldic.

Hauptsache Spass

DiscDog sei für Hunde grundsätzlich ungefährlich. «Die Gelenke leiden beim Stockwerfen weit mehr, weil der Hund abrupt stoppen muss. Beim DiscDog fängt er die Scheibe in Bewegung», erklärt Eva Zwicker. Die Hauptsache beim DiscDog ist der Spass für Hund und Herrchen. Klare Regeln sind dabei für den Hund wichtig. Ein bestimmtes Kommando gibt das Startsignal, ein anderes beendet das Spiel. Manche Hunde können sonst kaum aufhören. Bremst man sie nicht, spielen sie weiter bis zum Umfallen.

Infos zur Anmeldung: 071 298 51 58 oder www.alltagshund.ch




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