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Tagblatt Online, 01. Februar 2010 01:02:53

Föhngugge vor Möttelisounders

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Glitzer, Glimmer, Guggenmusik: Die Chapf Chläpfler Engelburg standen zwar auf der Bühne, spielten jedoch ausser Konkurrenz. (Bild: Bild: Michel Canonica)

ENGELBURG. Die prominente und fachkundige Jury der 7. Engelburger Guggenacht setzte die Brülisauer Föhngugge knapp vor die Unteregger Möttelisounders und die Sittärä Chlöpfer Bernhardzell. Ein spannender Wettkampf.

Gisela Tobler

Am Samstagabend ab 19 Uhr ging es in der Mehrzweckhalle Engelburg Schlag auf Schlag. 1200 eingefleischte Guggefans kamen auf ihre Kosten. Zehn farbenprächtige Formationen heizten dem Publikum ordentlich ein und buhlten gleichzeitig um die Gunst der prominent besetzten Jury.

100 Punkte für das OK

Bewertet wurden musikalische Leistung, Party und Stimmung, Kostüme und Originalität, Zeiteinhaltung sowie die Leistung des Oberguggers.

In der Jury sassen neben Amanda Ammann, Sandra Wild und Thomas Alder auch Markus Nägeli, Ehrenmitglied der einheimischen Guggenmusik Chapf Chläpfler (GMCC) und Gemeindepräsident Andreas Haltinner, der bereits zum 7. Mal dabei war und als Amtsältester die Buchhaltung führte. Das Maximum von 100 Punkten hätten auf jeden Fall die Organisatoren verdient.

Die GMCC-Mitglieder unter der Leitung von Marc Winkelmann überliessen nichts dem Zufall und sorgten sich bis zum Schluss um die Gäste, indem sie nachts um drei eine Sonderfahrt Richtung St. Gallen anboten.

GMCC ausser Konkurrenz

Den Auftakt machten die glitzerfroschgrünen Mehrzweckblaari Waldstatt, gefolgt von den Dorfnarrä Stää mit ihrem sportlichen Obergugger und den Guggewörger Bazeheid, die mit ihrem orange-violetten Gwändli an die päpstliche Schweizergarde erinnerten.

Bereits zum drittenmal dabei und wie immer originell kostümiert waren die Uzepatscher Uzwil. Erster Höhepunkt war zweifelsohne der Auftritt der GMCC. Angekündigt wurden sie von den Abtwiler Nösslerjägern, die mit ihren Treicheln die Eingeweide zum Vibrieren brachten. Die Engelburger liefen bei ihrem Heimauftritt zur Höchstform auf, starteten aber ausser Konkurrenz. «Sonst hätten sie klar gewonnen», war Markus Nägeli überzeugt.

Gleichzeitig übermannte den langjährigen GMCC-Obergugger Wehmut, weil es ihm zum erstenmal nicht möglich war, selber auf der Bühne zu stehen.

Knapper Entscheid

Nach Wolfshüüler Wolfhalden, Dorfchübler Goldach und Tanzbodensurris Rieden kam es zum zweiten Höhepunkt der Engelburger Guggenacht. Die Föhngugge Brülisau, obwohl nur 25 Mitglieder an der Zahl, überzeugten mit einer grossartigen Show, so dass Sandra Wild für die musikalische Leistung 29 von 30 möglichen Punkten notierte.

Oder wie es Moderator Daniel Wirth bemerkte: «Die Appenzeller beweisen, dass es für einen geilen Sound nicht 50 Leute braucht.» Zu punkten vermochten auch die Sittärä Chlöpfer Bernhardzell und vor allem die Titelverteidiger Möttelisounders Untereggen. So gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Appenzeller schliesslich vor Untereggen und Bernhardzell für sich entscheiden konnten.





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