Direkte Links und Access Keys:

Tagblatt Online, 27. Juli 2012 05:46:00

Daniel ist Dominomeister

Daniel's Dominoversuch hat geklappt. Praktisch alle der 35 000 Dominosteine sind umgefallen. Schweizer Rekord. Showdown vor zahlreichen Zuschauern. Zoom

Abbruch: Die Dominomauer bröckelt – bis sie schliesslich ganz in sich zusammenfällt. (Bild: HANSPETER SCHIESS)

HÄGGENSCHWIL. 34 000 kleine Steine sind gestern gefallen und Daniel Huwiler fällt ein grosser Stein vom Herzen: Er ist der neue Schweizer Rekordhalter im Domino. Sein nächstes Ziel, der Weltrekord.

MARTINA KAISER

Es hätte so schnell gehen können. Ein Windstoss, ein unachtsamer Zuschauer, eine verspielte Hauskatze. Und der Traum vom Schweizer Dominorekord wäre für Daniel Huwiler vorerst geplatzt (Tagblatt vom 21. Juli). Doch die Steine stehen bis zum Schluss. Bis Häggenschwils Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring am Mittwochabend im Feuerwehrdepot das Glas beiseite stellt und den ersten Stein mit einem lauten «Aufgepasst Leute» antippt.

Nur der Turm hält stand

Dann, nach drei Minuten, die Schrecksekunden: Der Turm bleibt stehen. Alle schauen Daniel besorgt an, der aber winkt ab. «Das sind bloss 800 Steine.» 800 von insgesamt 35 000. Zum Vergleich: Der Schweizer Rekord liegt bei 26 000. Die Zuschauer atmen auf, ein Bub hält sich die Ohren zu, als die Mauer fällt. Dann ist der Spuk vorbei. 34 000 Dominosteine liegen am Boden. Der Gemeindepräsident jubelt, findet nur lobende Worte für den 13-Jährigen, «der Häggenschwil nach der <Piratensache> wieder zu positiven Schlagzeilen verhilft». Auch die Häggenschwiler, Muoler und Amriswiler applaudieren, klopfen dem Jugendlichen auf die Schulter und rufen «super gsii» und «bisch dä Gröscht».

Der Grösste, das sei er erst, wenn er den Weltrekord in der Tasche habe, sagt Daniel Huwiler. «Den werde ich aber so schnell nicht schaffen.» 4,8 Millionen Dominosteine, aufgestellt von einem fünfköpfigen Team aus Holland. Daniel hat zwar seinen Sandkastenfreund Jonas Oswald, der ihm schon hier im Feuerwehrdepot geholfen hat. Aber keine Zeit. Und keine Halle. «Um diesen Rekord brechen zu können, müsste ich ja schon die Olma-Halle kriegen.»

Kein offizieller Meistertitel

Erstmal bekommt er aber den Schweizer Meistertitel im Domino. Und das, obwohl kein Offizieller beim Showdown dabei war. «Das gilt trotzdem», ist Daniel Huwiler überzeugt. Und sein Kollege Jonas Oswald fügt hinzu: «Wir brauchen keinen Offiziellen. Wir wissen, dass wir es geschafft haben, und das ist alles, was zählt.»





Leser-Kommentare:
keine


Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.

Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

Um Inhalte kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.

Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!

Anzeige:

tagblatt.ch / leserbilder

facebook.com / tagblatt

 ...