Zur Mobile-Ansicht wechseln
Tagblatt Online
14. März 2016, 10:45 Uhr

Stadt St.Gallen mit Gewinn statt Defizit

Die Rechnung der Stadt St.Gallen hat massiv besser geschlossen als erwartet. Zoom

Die Rechnung der Stadt St.Gallen hat massiv besser geschlossen als erwartet.

Die Rechnung der Stadt St.Gallen fällt um 32,2 Mio. Franken besser aus als budgetiert. Nach Einlagen für Vorfinanzierungen und zusätzlichen Abschreibungen resultiert unter dem Strich ein Überschuss von 5,5 Mio. Franken. Im Budget stand ein Defizit von 9,5 Mio. Franken.

ST.GALLEN. Stadtpräsident Thomas Scheitlin (FDP) sprach an der Medienorientierung vom Montagmorgen von einem «markant besseren Ergebnis» als erwartet. Ein Gesamtertrag von 571 Mio. Franken steht in der Rechnung einem Aufwand von 565,5 Mio. Franken gegenüber.

Einer der Gründe für die Differenz von insgesamt 35,2 Mio. Franken zum Budget waren die deutlich höheren Steuererträge. Über den Erwartungen lagen vor allem die Einnahmen bei den Unternehmenssteuern: 35,1 Mio. Franken standen im Budget, tatsächlich waren es dann aber 5,1 Mio. Franken mehr. Erstmals sei damit die Grenze von 40 Mio. Franken übertroffen worden, hiess es an der Medienorientierung.

Einlagen und Abschreibungen von 17,2 Mio. Franken
Ein Teil des besseren Ergebnisses floss in die Einlagen für Spezial− und Vorfinanzierungen: Insgesamt 10,2 Mio. Franken. Die zusätzlichen Abschreibungen betrugen 7 Mio. Franken. Beide Buchungen waren nicht budgetiert gewesen.

Zur komfortablen Situation des städtischen Finanzhaushalts gehört der hohe Selbstfinanzierungsgrad bei Investitionen: Konkret konnte die Stadt 2015 Investitionen von 49,4 Mio. Franken mit eigenem Geld in der Höhe von 49,3 Mio. Franken fast vollständig selber bezahlen.

Tieferer Personalaufwand
Neben dem besseren Ergebnis bei den Erträgen fällt auch der im Vergleich zum Voranschlag tiefere Aufwand auf. Beim Personalaufwand wurden die Budgetkredite um 0,2 Mio. Franken unterschritten. Auch der Sachaufwand lag um 1,3 Mio. Franken tiefer.

Der Stadtpräsident betonte, man wolle mit der bisherigen Finanzpolitik fortfahren. Der Spielraum bleibe eng. Er erwähnte die Folgen der Frankenstärke, die Unternehmenssteuerreform III und tiefere Beiträge aus dem Finanzausgleich. Der Fokus müsse weiterhin auf dem Schuldenabbau und der nachhaltigen Finanzierung der anstehenden grossen Investitionen liegen. (sda)
 


Kommentar schreiben

Bei jedem neuen Beitrag in dieser Diskussion erhalten Sie eine entsprechende Benachrichtigung.

(maximal 950 Zeichen)

* Pflichtfeld

Sie dürfen noch Zeichen als Text schreiben.

Die Redaktion sichtet die Leserkommentare und schaltet sie frei. Wir behalten uns vor, Beiträge nicht zu publizieren (s. AGB). Am meisten Chancen haben Kommentare, die direkt auf einen Artikel eingehen. Beiträge mit ehrverletzenden, rassistischen oder unsachlichen Äusserungen publizieren wir nicht. Der Korrespondenzweg ist ausgeschlossen.

  • Für registrierte Nutzer

  • Für nicht registrierte Nutzer

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzuschicken.





Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

ostjob.ch  STELLENSUCHE

Ostschweizer Trauerportal

tagblatt.ch / leserbilder

FACEBOOK.COM /TAGBLATT