Tagblatt Online, 22. Oktober 2010 01:02:40
Nachgefragt
Hannes Kundert Präsident Quartierverein Riethüsli
Ein erster Schritt, noch kein Erfolg
Der Quartierverein Riethüsli ist in den Verhandlungen mit den Appenzeller Bahnen einen Schritt weiter. Der Verkehr soll nicht wie ursprünglich vorgesehen während des Baus der Durchmesserlinie über die beiden Quartierstrassen Riethüsli- und Im-Grund-Strasse umgeleitet werden (Tagblatt von gestern). Zu den anderen Einsprachepunkten wird weiter verhandelt. Quartiervereinspräsident Hannes Kundert gibt Auskunft zum Stand der Dinge.
Der Verkehr wird nicht durchs Quartier geleitet. Ist das ein Durchbruch für Sie?
Es ist sicher eine Erleichterung. Von einem Erfolg würde ich zwar noch nicht reden, aber es ist ein erstes gutes Zeichen. Das bisherige Projekt hat zwar immer noch Nachteile, doch wir fühlen uns von den Appenzeller Bahnen ernster genommen als zu Beginn der Verhandlungen.
Welches sind für Sie «weitere Nachteile»?
Wenn das Tunnelportal nicht in Richtung Teufen verschoben wird, werden die Vorgärten auf einem grossen Teilstück der Teufener Strasse eliminiert.
Ist das Projekt eines Strassentunnels noch aktuell, nachdem Kanton und Stadt es als unrealistisch abstempelten?
Es ist noch kein Projekt einfach so durchmarschiert. Wir sammeln weiter Unterschriften für die Petition. Im Moment haben wir etwa 1300.
Wie sieht das weitere Vorgehen aus Sicht des Quartiervereins aus?
Der Vorstand des Quartiervereins wird sich auf eine der Varianten einigen, die die AB bezüglich Tunnelportal vorschlagen. Ob sie Erfolg hat, wissen wir nicht, aber wir sind an einer raschen Lösung interessiert. Wir wollen den Bau ja nicht verzögern. (mjb)
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