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Tagblatt Online
30. Oktober 2015, 07:28 Uhr

Minusrekord seit Eröffnung der AFG Arena

Nur  6081 Besucher verfolgten das Achtelfinal des Schweizer Cups in der AFG Arena zwischen St.Gallen und Luzern. Zoom

Nur 6081 Besucher verfolgten das Achtelfinal des Schweizer Cups in der AFG Arena zwischen St.Gallen und Luzern. (Bild: Peter Käser)

Am Mittwochabend ist der FC St. Gallen sang- und klanglos im Achtelfinal des Schweizer Cups gegen den FC Luzern ausgeschieden. Dabei hat er einen Negativrekord aufgestellt - oder genauer gesagt die Anhänger.

6081 von ihnen verloren sich zum Duell zweier Super-League-Clubs in die AFG Arena, so wenige wie noch nie bei einem Ernstkampf seit Eröffnung des Stadions im Sommer 2008.

Frühe Runden wenig beliebt

Tiefe Zuschauerzahlen bei Cupspielen sind keine Seltenheit. In der vergangenen Saison kamen zum Achtelfinalspiel gegen den FC Thun ebenfalls nur 6825 Zuschauer. Und in der Saison 2013/14 wollten 7110 Anhänger das Spiel gegen den FC Aarau (Achtelfinal) und deren 7753 das Kräftemessen mit dem FC Zürich (Viertelfinal) sehen.

Der Halbfinal gegen den FC Basel am 8. April dieses Jahres lockte hingegen 16 690 Zuschauer in die AFG Arena. Und als dem FC St.Gallen am 5. April 2010 im Halbfinal gegen das unterklassige Lausanne-Sport der Finaleinzug vermeintlich auf dem Silbertablett serviert wurde, strömten 17 197 ins Stadion.

Daniel Last Mediensprecher FC St.Gallen Zoom

Daniel Last Mediensprecher FC St.Gallen
(Bild: Mareycke Frehner)

Kombination diverser Faktoren

Weshalb im Vergleich zu Meisterschaftspartien weniger Zuschauer kommen, sei schwierig zu erklären, sagt FCSG-Mediensprecher Daniel Last. «Es ist wohl die Kombination aus verschiedenen Faktoren.» Einer davon sei, dass Cup-Spiele in der Regel unter der Woche stattfinden. «Wenn gerade keine Ferien sind, brechen uns sehr viele junge Zuschauer weg, ebenso Familien», sagt Last. Ein weiterer Grund sei, dass der Wettbewerb an Attraktivität gewinne, je weiter eine Mannschaft komme. Gegen den FC Luzern sei es eben «bloss» ein Achtelfinal gewesen.

Eine Rolle spiele auch das Wetter. Ob sich auch die Tatsache, dass alle Cup-Spiele im Internet live übertragen werden, auf den Ticketverkauf auswirke, sei schwierig abzuschätzen. Saisonkartenbesitzer müssen für Cup-Spiele ebenfalls bezahlen.

Kleiner Gewinn für den FCSG

Ob trotz des geringen Zuschaueraufkommens beim Spiel gegen Luzern ein kleiner Gewinn in die Kasse des FC St.Gallen fliesst, sei noch unklar, sagt Last. Im Cup werden die Nettoeinnahmen unter den beiden Vereinen je zur Hälfte geteilt, ebenso ein allfälliger Verlust.

Am Sonntag dürfte sich die AFG Arena wieder in der gewohnten Kulisse präsentieren: Für das Meisterschafts-Heimspiel gegen den gleichen Gegner sind bis gestern rund 10 700 Tickets verkauft worden. (dag)



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Douglas (30. Oktober 2015, 14:37)
Ticketpreise?

Ja und dann wären auch noch die viel zu hohen Ticketpreise zu erwähnen.
Ich verstehe es immer noch nicht, wieso man für einen solchen grottenschlechten Fussball in der Schweiz so viel zahlen kann.
Wenn es günstiger wäre, würden massiv mehr Personen kommen, dann wäre es zahlbar und dazu würden alle noch viel mehr konsumieren im Stadion, was unter dem Strich viel mehr Gewinn bringt.
Warum aber dies nicht endlich begriffen wird, ist mir ein grosses Rätsel.

Tja... ich werde auf jeden Fall für solches Gekicke nicht so viel zahlen.

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Gallix (30. Oktober 2015, 13:21)
Der wirkliche Grund....

..ist vielleicht auch in den konstant schlechten Leistungen, der schwach zusammengesezten Mannschaft und der fehlenden Attraktivität der Auftritte des FCSG zu suchen. Aber das alles ist für den FCSG und seine Führungspersonen nicht einmal überlegenswert. Die finden ja, alles bestens gemacht zu haben. Aber die Quittung folgt auf dem Feld und in der Tabelle. Der Absturz ans Tabellenende ist akuter denn je, der Fall in die Zweitklassigkeit ohne namhafte Kaderkorrekturen nicht aufzuhalten.Nur wer soll das tun? Der Sportchef hat seine Unfähigkeit mit den Floptransfers ja bereits unter Beweis gestellt.

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