Tagblatt Online, 08. Juni 2010 01:01:41
Mehr Fahrten, aber ein Halt weniger
Ein VBSG-Bus der Linie 10. (Bild: Bild: Malolo Kessler)
Der samstägliche Versuchsbetrieb der Linie 10 soll früher als geplant abgeschlossen werden und in ein reguläres Angebot übergehen. Zudem sollen an Werktagen drei neue Kurse eingeführt werden.
Seit Sommer 2008 ist die Linie 10, Oberhofstetten bis Bahnhof, ein reguläres Angebot der städtischen Verkehrsbetriebe. Gleichzeitig mit diesem Entscheid hatte das Stadtparlament einem auf drei Jahre angesetzten Versuchsbetrieb am Samstag zugestimmt. Dieser Betrieb soll jetzt – früher als geplant – ebenfalls regulär werden, geht es nach einer Vorlage des St. Galler Stadtrates.
Ziel deutlich übertroffen
Das Ziel des versuchsweisen Samstagsbetriebs waren zehn Fahrgäste pro Kurs. Im vergangenen Jahr wurde dieses gemäss Vorlage mit 13 Personen deutlich übertroffen. Im ersten Quartal dieses Jahres waren es sogar 14 Fahrgäste. Aufgrund dieser erfolgreichen Versuchsphase solle die Buslinie 10 daher bereits nach zwei Jahren, ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010, auch am Samstag definitiv betrieben werden.
Die jährlich wiederkehrenden Kosten dafür, fast 35 000 Franken, gingen zulasten der laufenden Rechnung. In der Vorlage vom April 2008 wurde mit 30 000 Franken gerechnet, die Mehrkosten seien auf höhere Lohnkosten und die allgemeine Teuerung zurückzuführen.
Die Auswertung der Fahrgastzahlen zeige auch, dass sich die Nachfrage an Werktagen verbessert habe. Die Linie sei gut ausgelastet, an Spitzenzeiten würden die Busse gar an ihre Kapazitätsgrenze stossen.
Es sei zu erwarten, dass auch ausserhalb der heutigen Betriebszeiten eine wesentliche Nachfrage bestehe. Um diesem Bedürfnis zu entsprechen, sollen neue Kurse eingeführt werden. Einer um 8.15 Uhr ab Oberhofstetten (8 Uhr ab Bahnhof) sowie je einer um 10.40 Uhr und 15.40 Uhr ab Bahnhof (10.53 und 15.53 Uhr ab Oberhofstetten). Für diese drei Kurspaare entstehen gemäss Vorlage Kosten in Höhe von 33 600 Franken.
Haltestelle Hochwacht aufheben
Dass die Busse der Linie 10 in Spitzenzeiten sehr stark ausgelastet und einzelne Busse überfüllt sind, ist gemäss Vorlage allerdings nicht nur auf die grosse Nachfrage im Gebiet Oberhofstetten zurückzuführen. Sondern auch auf die Konkurrenzierung der Linie 5 (Riethüsli) im Abschnitt Bahnhof bis Hochwacht.
Damit die Linie 10 auf dieser Strecke nicht übermässig von Riethüsli-Passagieren benutzt werde, solle auf der Linie 10 die Haltestelle Hochwacht in beide Fahrtrichtungen aufgehoben werden. So bleibe die Verbindung für die Fahrgäste aus dem Gebiet Oberhofstetten weiterhin attraktiv. Die Vorlage zur Linie 10 ist für die Stadtparlamentssitzung vom 15. Juni traktandiert. (mke)
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