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Tagblatt Online, 15. Mai 2011 12:59:00

Marktplatz-Neugestaltung in St.Gallen ist abgelehnt

ST.GALLEN. Die Stimmberechtigten der Stadt St.Gallen haben die Neugestaltung des zentralen Marktplatzes für knapp 40 Millionen Franken abgelehnt. Die Vorlage wurde mit 11'177 zu 9785 Stimmen bachab geschickt. Auf Widerstand war vor allem eine Parkgarage gestossen.

Die Stimmbeteiligung betrug 46,8 Prozent. Um die Vorlage hatte es einen heftigen Abstimmungskampf gegeben. Obwohl Behörden und Parteien mehrheitlich hinter der Marktplatz-Neugestaltung standen, wollte eine Mehrheit der Stimmenden davon nichts wissen.
 
Umstritten war vor allem der geplante Bau eines neuen unterirdischen Parkhauses mit 150 privaten und 140 öffentlichen Plätzen. Das Parkhaus war zwar nicht direkt Gegenstand der Abstimmung. Es gehörte aber zu einem «Parkplatzkonsens», auf den sich Stadt, Gewerbe, Parteien, TCS, ACS und VCS geeinigt hatten.
 
Vorgesehen war die Aufhebung von 148 oberirdischen Parkplätzen. Das Projekt hätte auch den Bau einer Markthalle samt Bus-Wartehalle und Toiletten für 14 Millionen Franken umfasst. Die bestehende Bushalle nach Plänen des Architekten Santiago Calatrava hätte weichen müssen. Dies stiess bei vielen Calatrava-Fans auf Ablehnung. (sda)




Leser-Kommentare:
7 Beiträge

Kommentare lesen

ahorngrau01 (15. Mai 2011, 23:09)
NGEE (Gratulation)

Da Sie offensichtlich eine bessere Lösung haben, bitte ich Sie, diese zu offenbaren, da eine grosse Chance vertan wurde. Ich appeliere an, die 11'177 Ablehner, dass sie ihre Einkäufe (auch über 20 Kg wie TV'S, PC'S etc.) trotz fehlenden Parklätzen auch weiterhin in den Altstadtgeschäften tätigen werden, obwohl die Einkaufszentren am Stadtrand und im nahen Ausland mit Gratis-PP'S werben. Nutzen Sie also die Gunst der Stunde um weitere Kunden in die Innenstadt ohne Parkraum zu locken. Da ich in einem Grossmarkt arbeite, weiss ich leider zur Genüge, was der Kunde wünscht. Nämlich mit dem Auto bis zu den Regalen fahren, dort einladen, anschliessend Bezahlen und ab über die Autobahn nach Hause. Die Geschäfte ohne direkt zugängliche Parkplätze werden gemieden. Da die verschiedenen NEIN-KOMITES bis heute keine Varianten Präsen tiert haen, glaube ich, dass sie völlig
Lösungsorientiert haben. Schade für die Stadt und die verpasste Chance.

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mercator (15. Mai 2011, 22:58)
...mehr als genug Baustellen auf Stadtgebiet....

@ Till. Eigentlich wurden doch wohl eher die Stimmbürger desavouiert. Mit diesem Projekt, das - wie man jetzt weiss - die Mehrheit nicht will. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist Demokratie im Wortsinn...und, wenn Sie wollen, mein Demokratieverständnis.

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mercator (15. Mai 2011, 20:35)
..direkte Demokratie-sei-Dank !

Schon wieder eine Abstimmung, wo 'alle' dafür waren...ausser der Mehrheit der Stimmenden. Ausserdem beweist gerade diese Abstimmung wieder: mit Geld und Propaganda lässt sich kein Sieg erkaufen, wie uns von den Linken immer wieder - und gerade jetzt - eingeredet wird.

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till (15. Mai 2011, 21:02)
Mercator for president

Fragt sich nur, wie lange wir uns unser "Demokratieverständnis" noch leisten können: Personen in die Regierung zu wählen, die wir bei jeder sich bietenden Gelegenheit desavouieren um uns mit dumpfem Triumphgeheul a la Mercator zu freuen, "denen da oben" wieder eins ausgewischt zu haben. Da bleibt nur eins: Wählt Mercator!

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till (15. Mai 2011, 20:33)
Gratulation auch meinerseits

Ostschweiz live: Schon wieder eine Vorlage gebodigt, welche ein Schritt in die Zukunft hätte sein können. Und dann bricht wieder das grosse Wehklagen aus, wenn wir Ossis hinter dem Bratwurstvorhang als nicht sehr innovativ wahrgenommen werden. "Die Ostschweiz erspart sich ihre Zukunft", wie die NZZ kürzlich titelte.

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ngee (15. Mai 2011, 19:39)
Gratulation

Gratuliere den Stadt St. Gallern zum mutigen Nein gegen die menschen- und naturfeindliche Marktplatzneugestaltung und gegen den Filz von Politikern, welche sich gleichzeitig in Verwaltungsräten von Tiefgaragen einnisten. Hätte ich nicht gedacht.
Natürlich ist der Marktplatz so wie er ist nicht perfekt, aber dieses Projekt gehörte einfach verbannt. Ich hoffe die Menschen werden merken, dass es nebst dem heute chiquen Brutalismus-Stil auch noch menschenfreundlichere Bau- und Projektstile gibt.

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Gruetze (15. Mai 2011, 14:15)
Gruetze

Wahnsinn, braucht es wirklich noch Verletzte oder Tote bis man merkt das
der Marktplatz gefährlich ist?

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