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Tagblatt Online
6. Januar 2016, 15:52 Uhr

Gestrandet bei der Ruckhalde

Markante Steigung in Richtung Riethüsli: Eine Komposition der Appenzeller Bahnen bei der Ruckhalde. Zoom

Markante Steigung in Richtung Riethüsli: Eine Komposition der Appenzeller Bahnen bei der Ruckhalde.

ST.GALLEN. Bitte alle aussteigen: Nach wenigen 100 Metern war die Fahrt für Passagiere der Appenzeller Bahnen am Dienstagabend schon wieder vorbei. Grund: Ein technischer Defekt bei der Ruckhalde-Steigung.

Daniel Walt

Feierabend, endlich Feierabend – und dann das: Eine voll besetzte Komposition der Appenzeller Bahnen musste am frühen Dienstagabend bei der Ruckhalde wieder kehrt machen und zum Bahnhof in St.Gallen zurückkehren. Grund: Ein technischer Defekt. In der Bahn Richtung nach Hause sass auch Samuel Fitzi. Kurz nach der Panne twitterte er: "Höchste Zeit für den Tunnel. Die Appenzeller Bahnen schaffen es schon nicht mehr die Ruckhalde hoch."
Der Humor des Lokführers
Auf Anfrage erklärt Samuel Fitzi, die einen oder anderen Passagiere hätten angesichts des Feierabends zunächst etwas genervt auf die Panne reagiert. Fitzi lobt aber das Vorgehen der Verantwortlichen – und streicht den Humor des Lokführers hervor. Kurz vor der Rückkehr in den Bahnhof, wenige Minuten nach der Abfahrt also, hörten die Passagiere nämlich folgende Durchsage: "Geschätzte Fahrgäste, wir treffen wieder am Bahnhof in St.Gallen ein…" Dort stand dann auch schon eine andere Komposition bereit, in welche die Fahrgäste einsteigen konnten.

"Man roch es"
Alexander Liniger, Mediensprecher der Appenzeller Bahnen, hat bisher keine Reaktionen von Passagieren wegen der Panne erhalten. "Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Leute das auf dem Heimweg als mühsam empfunden haben", sagt er. Die Abklärungen zum Vorfall haben laut Liniger gezeigt, dass ein Getriebedefekt vorlag. "Man roch das auch", sagt Liniger, der von einem Zufall spricht, dass sich die Panne genau bei diesem markanten, steilen Streckenteil ereignete.

"In der Natur des Menschen"
"Es freut mich natürlich zu hören, dass unser Personal gut reagiert hat", sagt Alexander Liniger zu Samuel Fitzis Lob für den Lokführer und das übrige Personal der Appenzeller Bahnen. Die Lokführer würden instruiert, was bei Pannen zu tun sei und wie sie die Passagiere zu informieren hätten, erklärt Liniger. "Die einen machen das sehr gut, die anderen etwas weniger – es liegt in der Natur des Menschen, wie jemand kommuniziert", sagt Liniger. Generell klappe die Kommunikation in solchen Situationen bei den Appenzeller Bahnen aber gut, so Liniger.

Trotzdem ein warmes Abendessen
Auch wenn man mit dem Auto unterwegs sei, könne es Pannen geben, sagt Passagier Samuel Fitzi im Rückblick auf den Dienstagabend. Und schiebt nach, auch mit Staus müsse man auf den Strassen rechnen. "Solche Dinge muss man mit Humor nehmen", sagt Fitzi. Und verrät abschliessend, dass er trotz etwas verspäteter Heimkehr noch zu einem warmen Abendessen gekommen ist.


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waegger (06. Januar 2016, 23:08)
defekt bei der ruckhalde!

Auch da kann mal was passieren.Aber dass man dann schreiben darf höchste Zeit für den Tunnel bei der Ruckhalde finde ich danben. Nur weil dann die Appenzellerbahn kein Zahnrad mehr hat. So wie ich dass weiss hat das mit der Abstimung der Landsgeminde in Appenzell zu tun. Die wollen die Durchmesserlinie nicht wir in St.Gallen. Gruss W. Egger

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Pitchi (06. Januar 2016, 16:24)
Panne

Wenn es auf der TGV-Strecke Paris-Bordeaux zu einem Zwischenfall kommt, gibt es stundenlange Verspätungen für zahlreiche Zugskompositionen; die Reisenden müssen nach einer endlosen Wartezeit mit Bussen evakuiert werden. Die Appenzeller Bahnen haben sehr rasch reagiert, die Fahrgäste konnten sofort auf einen anderen Zug umsteigen und haben nicht viel Zeit verloren.

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