Tagblatt Online, 16. September 2011 01:08:00
Freidenker feiern Kirchenaustritte
Diese Provokation dürfte noch einiges zu reden geben: Die Freidenker Ostschweiz laden auf den 24. September zu einem Kirchenaustrittsfest ein. Gestartet wird die Aktion am Samstag in einer Woche, 13 Uhr, mit einer Standaktion auf dem Bärenplatz. Ab 19 Uhr gibt's dann im Thurgauer Lommis Grilladen und Frappés sowie gleichenorts ab 20.30 Uhr einen Vortrag von Valentin Abgottspon, dem Walliser Freidenker-Präsidenten. Mit dem Fest wollen die Ostschweizer Freidenker, die «eine säkulare Schweiz anstreben», Mut zum Kirchenaustritt machen. Dies, weil sie der Meinung sind, dass sehr viele Schweizerinnen und Schweizer nur noch aus Tradition oder Gleichgültigkeit einer Amtskirche angehören. (pd/vre)
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Saekularist (16. September 2011, 17:47)
"Gewalt ist nie legitim, um die eigene Ideologie durchzusetzen."
Ich bin Humanist und Säkularist und als solcher überzeugt, dass die Institution Kirche mit ihrer systematischen Verhinderung rechtsstaatlicher Strafverfolgung von Kindsmisshandlungen zum Schutz des Ansehens der Institution Kirche ihre Macht- und Herrschaftsstellung zu abwegig benutzt hat. Um dem einen Riegel vorzuschieben ist sie bedingungslos und privilegienfrei dem demokratischen Rechtsstaat einzuordnen. Nur so kann der Respekt und die Achtung säkularer Werte, insbesondere der Menschenrechte, wieder hergestellt werden. Und das muss vom Staat aus kommen. Dennoch verstehe ich, wenn ein Kirchenaustrittsfest kirchennahe Christen stört und so etwas als Aggression gegen die Kirche ansehen. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Kirche insbesondere bezüglich ihrem obenerwähnten Verhalten die Schwelle reiner Aggression längst überschritten hat. Das Kirchenaustrittsfest sehe ich deshalb weniger als Demonstration gegen Religion als solche, vielme
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