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Tagblatt Online, 24. Juni 2012 07:05:16

Die Ruhe nach dem Feststurm

Schaeden Kinderfestplatz Zoom

Spuren des Sturms: Der Festplatz bei der grossen Linde wurde besonders in Mitleidenschaft gezogen. (Bild: Benjamin Manser)

Ein Sturm mit heftigen Windböen hat dem Kinderfest am Donnerstag kurz nach 21 Uhr ein abruptes Ende gesetzt. Zelte brachen zusammen, gar Marktstände. Verletzt wurde niemand. Der Schaden beträgt «einige zehntausend» Franken.

ANDREAS NAGEL

Alles wieder ruhig auf dem Kinderfestplatz. Nach dem kurzen, aber heftigen Sturm am Vorabend, haben gestern früh die Aufräumarbeiten auf dem Gelände begonnen. Die Markthändler haben ihre Stände längst abgebrochen, einige Schulklassen sind am Fetzeln, die WC-Häuschen sind auch schon weg.

Kein Schlachtfeld

Der Boden hat perfekt gehalten, kein Schlamm, die Wiese ist immer noch als solche erkennbar. Gemessen am OpenAir-Terrain nach einem Regen-Festival, präsentiert sich das Gelände in fast einwandfreiem Zustand. Obwohl das Fest zum Schluss förmlich vom Winde verweht wurde.

Da und dort liegen in der besonders wetterexponierten zentralen Festwirtschaft Aschenbecher, Servietten und Plastikteller herum. Eine Sonnenblume auf einem Festtisch, immer noch in Zelluphan gehüllt, hat den Sturm gar gänzlich unbeschadet überlebt. Von «Schlachtfeld» jedenfalls kann keine Rede sein.

Platzchef Werner Siegwart teilt diese Einschätzung an einer aufgrund des Sturms kurzfristig einberufenen Medienkonferenz gestern morgen auf dem Kinderfestplatz. Die Schäden seien nicht dramatisch. Der Polizeistand, immerhin aus Holz, sei zusammengebrochen, verschiedene Zelte und Sonnendächer wurden Opfer der Windböen. Die Schadensumme könne noch nicht genau beziffert werden, belaufe sich auf «einige zehntausend» Franken. Schon während der einmonatigen Wartezeit aufs Fest habe es immer wieder kleinere Sturmschäden gegeben, sagt Werner Siegwart.

Aus heiterem Himmel

Deutlich kühler ist es als am Vortag, was OK-Chef Christian Crottogini in seinem Durchführungsentscheid bestätigt. «Heute hätte der Umzug mit einigen Regentropfen begonnen.» Das Kinderfest sei halt ein Sommerfest, Gewitter folglich nicht auszuschliessen. Aber so ein heftiges und noch dazu eines aus quasi heiterem Himmel, wie es sich am Donnerstagabend über der Stadt entlud, hätte auch der wetterfeste Schulamtsleiter nicht erwartet.

Das Wichtigste aus Sicht der Veranstalter: Es wurden keine Personen verletzt. Summa summarum sind wir sehr zufrieden.» Bewährt habe sich auch das neu eingeführte Mehrweg-Pfandsystem. Der Kinderfestplatz sei trotz Sturms auffallend sauber geblieben, so Christian Crottogini.

Keine Panik auf dem Festplatz

Ebenfalls zufrieden mit dem Festverlauf ist die Polizei, auch wenn ausgerechnet ihr Stand in sich zusammengefallen ist. Einsatzleiter Stephan Vitzthum spricht von einem «geordneten Chaos» während der abendlichen Sturmphase. Es sei keine Panik ausgebrochen, keine Hektik sei aufgekommen. Zwar hätten viele Besucherinnen und Besucher das Festgelände fluchtartig verlassen, was aber «sehr diszipliniert» vonstatten gegangen sei.

Der einzige, der mit dem wetterbedingten, frühzeitigen Festabbruch hadern könnte, ist der langjährige Festwirt René Rechsteiner. Aber auch er mochte gestern nicht wirklich klagen. (siehe Kasten). Was trotz etwas speziellem Ende in der Tat auf ein sehr gelungenes Fest hindeutet.





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