Direkte Links und Access Keys:

Tagblatt Online, 26. September 2011 15:50:00

Baugesuch für neue Riethüsli-Turnhalle eingereicht

Zoom

Warten auf den Wiederaufbau: Die Arbeiten für die neue Riethüsli-Turnhalle beginnen voraussichtlich im März 2012. (Bild: Ralph Ribi)

ST.GALLEN. Am Montag ist das Baugesuch für eine neue Riethüsli-Turnhalle eingereicht worden. Dies gab der St.Galler Bauchef Willi Haag zum Sessionsauftakt bekannt. Der Kantonsrat liess es sich nicht nehmen, nochmals intensiv über den Turnhallen-Einsturz zu diskutieren.

Die Staatsanwaltschaft St.Gallen hatte Anfang September bekannt gegeben, dass das Strafverfahren gegen zwei Personen, gegen die wegen der im Februar 2009 eingestürzten Riethüsli-Turnhalle ermittelt worden war, eingestellt wurde. Jetzt kann der Schadenplatz geräumt werden. Dem Wiederaufbau steht nichts im Weg.

Nicht ganz: 75 Mitglieder des St.Galler Kantonsrats stimmten am Montag einem Antrag zu, nochmals über das Unglück zu diskutieren, 37 waren dagegen. Die SVP wollte wissen, welche Kosten dem Kanton durch den Turnhallen-Einsturz entstanden sind. Die CVP kritisierte den Zeitverlust von einem Jahr und die mangelnde Bereitschaft, Lehren aus der Sache zu ziehen.

Anfang Schuljahr 2013/2014 fertig
Die Schüler könnten längst wieder im Riethüsli turnen, wenn dem Provisorium zugestimmt worden wäre, hielt dagegen die SP fest. Die FDP wollte nicht noch weitere Verzögerungen hinnehmen und mit weiteren Vorstössen den Baubeginn weiter verzögern.

Die Schadenursache und die Kosten seien klar, sagte der Bauchef. Im Frühling 2012 soll gemäss Willi Haag mit dem Wiederaufbau der Turnhalle begonnen und diese mit Beginn des Schuljahres 2013-2014 ihrer Bestimmung übergeben werden. Einsprachen könnten allenfalls noch zu Verzögerungen führen.

Das Baudepartement des Kantons St.Gallen hatte sein Desinteresse am Strafverfahren erklärt, nachdem die Zürich Versicherung den Schaden nach zähen Verhandlungen zur Zufriedenheit des Kantons gedeckt hatte. Zudem sei das Interesse der Öffentlichkeit an einer Strafverfolgung gering.

Provisorium abgelehnt
Im April 2010 hatte der Kantonsrat mit 70 zu 38 Stimmen relativ deutlich beschlossen, nicht auf eine Vorlage der St.Galler Regierung für ein bauliches Provisorium einzutreten. Die Regierung wurde stattdessen beauftragt, eine Vorlage für den Wiederaufbau der Sporthalle auszuarbeiten.

Das Dach der Dreifach-Turnhalle im Tal der Demut war am frühen Morgen des 24. Februars 2009 eingestürzt - nur wenige Minuten vor. Wie durch ein Wunder ging die Stadt St.Gallen an einer Katastrophe vorbei; es wurde niemand verletzt.

Im Riethüsli in St.Gallen werden gegenwärtig rund 1700 Lernende unterrichtet. Den Sportunterricht müssen sie seit dem Einsturz an anderen Orten in der Stadt absolvieren. Die eidgenössische Materialprüfungsanstalt (Empa) fand heraus, dass fehlende Rippen an den Stahlträgern des Dachs zum Einsturz der Halle geführt hatten. (sda)





Leser-Kommentare:
2 Beiträge

Kommentare lesen

benhuser (29. September 2011, 11:42)
Behauptung

"Das Baudepartement des Kantons St.Gallen hatte sein Desinteresse am Strafverfahren erklärt, ..... Zudem sei das Interesse der Öffentlichkeit an einer Strafverfolgung gering." Tatsächlich?

Beitrag kommentieren

rettus (26. September 2011, 17:52)
Riethüsli Turnhalle

Jetzt aber besser uufpasse bim Baue. Nöd jufle, gell! Isch zwoor nöd eso schlimm. Tschold isch jo sowiso niemert.

Beitrag kommentieren

Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

Um Inhalte kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.

Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

tagblatt.ch / ipad

iPad und E-Paper

facebook.com / tagblatt

 ...

Anzeige: