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Tagblatt Online, 09. Mai 2011 16:08:00

Aufregung um Matriarchats-Kongress

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Sektenspezialist Georg Otto Schmid erhebt schwere Vorwürfe gegen den Matriarchats-Kongress. (Bild: pd)

ST.GALLEN. Sekten-Spezialist Georg Otto Schmid wirft den Organisatoren des Matriarchats-Kongress vor, sie würden fundamentalistisches Gedankengut verbreiten. Diese bezeichnen die Vorwürfe als «völlig absurd».

Daniel Klingenberg

Ab kommendem Donnerstag bis Sonntag findet in St.Gallen ein Matriarchats-Kongress einer Feministinnengruppe um die Deutsche Heide Göttner-Abendroth statt. Sekten-Spezialist Georg Otto Schmid rückt in der letzten Ausgabe der NZZ am Sonntag deren Gedankengut in die «Nähe einer fundamentalistisch-religiösen Bewegung». Die Stadt St.Gallen unterstützt den Anlass mit 5000 Franken und die Kantonsbibliothek St.Gallen will am Anlass ein wissenschaftliches «Matri-Archiv» eröffnen. Dabei handelt es sich um Bücher, welcher der Kantonsbibliothek von der feministischen Gruppierung geschenkt wird.

Christina Schlatter, Mitarbeiterin bei der Kantonsbibliothek St.Gallen und zuständig für die Organisation des Matriarchts-Kongresses, verwahrt sich gegen die Vorwürfe von Georg Otto Schmid. Diese seien «völlig absurd», es handle sich um einen «wissenschaftlichen Kongress». Die Kantonsbibliothek wiederum legt Wert auf die Feststellung, dass sie den Anlass nicht mitorganisiere und Christina Schlatter dies in ihrer Freizeit tue. Die Stadt St.Gallen rechtfertigt ihren Beitrag damit, dass man finanziell zum Aufbau des Archiv über Matriarchatsforschung beitragen wolle.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 10. Mai 2011.



Leser-Kommentare:
2 Beiträge

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mercator (10. Mai 2011, 19:42)
...ein absurder Beitrag.....

Passt aber in die Ausgaben-(Verschwendungs)Politik des Stadtrates. Wer offenen Auges durch die Stadt geht, erlebt zur Zeit, wie zig Millionen im wahrsten Wortsinn verlocht werden. Viel zu hohe Steuern generieren Einnahmen, die offenbar jeden Blödsinn zulassen. S. Marktplatzprojekt: überrissen, unnötig, kontraproduktiv - So wird St.Gallen regiert !

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Morus (10. Mai 2011, 11:05)
Steuergelder

Die Stadt scheint unglaublich reich zu sein, dass sie eine Sekte finanziell unterstützen kann. Da erwarte ich demnächst den Bescheid, dass der Steuerfuss massiv sinkt.

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