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Tagblatt Online, 30. September 2011 13:16:00

50 Millionen Franken für neuen St.Galler Bahnhof

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Zukunftsmusik: Blick vom Kornhausplatz aus auf den St.Galler Bahnhof. (Bild: Visualisierung/pd)

ST.GALLEN. Der Hauptbahnhof in St.Gallen soll umgebaut werden. SBB und Stadt wollen die grösste ÖV-Drehscheibe der Ostschweiz für die steigenden Benutzerzahlen fit machen. Die Eröffnung ist auf 2018 geplant.

Bilderstrecke: Bahnhof St.Gallen

Der St.Galler Bahnhof und der Bahnhofplatz sollen neu gestaltet werden. Kernpunkt der Neugestaltung ist die Entwirrung des öffentlichen Verkehrs, die neue Ankunftshalle und grössere Unterführungen. (Bilder: Visualisierung/pd)

Eckpunkte des gemeinsamen Projekts von SBB und Stadt St.Gallen sind neue, breitere Personenunterführungen, eine neue Ankunftshalle und ein neugestalteter Platz für Busse und Postautos. An der Finanzierung beteiligen sich auch der Bund und Private.

80'000 Reisende benutzen jeden Tag den Bahnhof St. Gallen. «In 20 Jahren werden es über 100'000 sein», sagte Elisabeth Beéry, Stadträtin und Vorsteherin der Direktion Bau und Planung, am Freitag an einer Medienorientierung.

Auf die grösser werdenden Menschenströme reagieren SBB wie auch die Stadt. Die SBB verbreitert die Personenunterführungen und die Perron-Zugänge, die Stadt schafft Ordnung auf dem Bahnhofplatz, den Stadtbusse (VBSG), Postauto und die Appenzellerbahn benutzen.

Benutzerfreundlicher und sicherer
Der Bahnhof soll dank Rolltreppen, Liften, Wartehäuschen und - plätzen benutzerfreundlicher werden. Mit einem unterirdischen Zugang erreichen Schüler und Lehrer die Fachhochschule direkt. Mit Einführung der S-Bahn im Jahr 2013 baut die SBB ein viertes Perron auf der Nordseite des Bahnhofs.

Die Busse durchqueren den Bahnhofplatz fast ausschliesslich auf einer Nord-Ost-Achse. Die Wartedauer der Busse soll verkürzt werden. Der Autoverkehr, der laut Beéry immer wieder zu Konflikten auf dem Bahnhofplatz führt, wird auf die Nordseite verbannt. Der ganze Platz soll übersichtlicher und für Fussgänger und Velofahrer sicherer werden. Die Zahl der Veloparkplätze wird verdoppelt.

Visitenkarte der Ostschweiz
Als Visitenkarte der Ostschweiz soll der Bahnhof auch ein Facelifting bekommen. Geplant ist eine neue Ankunftshalle, deren moderne Architektur im Kontrast stehen wird zu den denkmalgeschützten Bauten der Stickerei-Blüte.

Die SBB habe ihr Vorprojekt noch nicht so weit, sagte Stefan Thalmann, Leiter Netzentwicklung Ostschweiz der SBB. Es sei möglich, dass das Projekt, insbesondere die Unterführung Ost, aus Kostengründen redimensioniert werde.

Bei der Stadt ist man weiter, wie Beéry sagte. Anfang Jahr möchte der Stadtrat den Kostenanteil bekannt geben. Dieser bewege sich bei rund 50 Mio. Franken. Im zweiten Quartal 2012 soll sich das Stadtparlament mit dem Kreditbegehren befassen, Ende Jahr wird es den Stimmbürgern vorgelegt.

Projekt «Akari»
Das Projekt «Akari» einer Gemeinschaft von Planerinnen und Planern aus St.Gallen und Zürich ging 2008 aus einem Wettbewerb hervor. Es erfüllte die Anforderungen an Verkehr und Mobilität am besten. Ein markantes Zeichen setzt ein Glaskubus beim Aufgang der Hautpunterführung im Osten. Die fünfstöckige Ankunftshalle mit halbtransparenter Fassade soll als Warteraum und Treffpunkt dienen. (sda)



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