Wittenbacher beschweren sich über Hundekot

09. April 2018, 05:17

Wittenbach «Wiesen und Gärten sind kein Hunde-WC», schreibt der Wittenbacher Gemeinderat im neusten Mitteilungsblatt. Immer wieder würden sich Grundeigentümer darüber beklagen, dass Hundehalter ihre Vierbeiner auf Wiesen und Gärten tummeln lassen, um dort ihr Geschäft zu verrichten. «Die Hundehalter sind gefordert», heisst es weiter. Denn: Das Hundegesetz verpflichte die Halter, ihre Hunde so zu halten, dass sie kein fremdes Eigentum beschädigen. Deshalb richtet die Gemeinde einen Appell an seine Bürger: Jeder Hundehalter habe den Kot auf Strassen, Trottoirs oder Wegen zu beseitigen.

500 Hunde leben in der Gemeinde Wittenbach. Auf diese Anzahl kommen 52 Robydog-Behälter, wie die Gemeinde vorrechnet. Die Behälter seien entlang gängiger Hunde-Routen aufgestellt. Gefüllte Robydog-Säcke könnten aber auch in normalen Abfallkübeln entsorgt werden.
 

In Eggersriet greifen Anwohner ein

Die Wittenbacher sind nicht die einzigen, die sich über Hundekot beschweren. Auch in Eggersriet ist das Thema immer wieder im Mitteilungsblatt präsent. Im März klagte der Gemeinderat über «vermehrte Reklamationen». Ohne Erfolg. Anwohner haben sich der Problematik deshalb eigenhändig angenommen. Zwei Frauen drehen regelmässig ihre Runden im Ort und lesen unterwegs Hundehaufen auf (Ausgabe vom 6. April). Mehrmals seien sie auch gegenüber der Gemeinde vorstellig worden, wie sie Anfang Monat gegenüber dem «Tagblatt» sagten. Die beiden Frauen glauben zu wissen, wie dem Problem Herr zu werden ist. Sie sprechen von einer Leinenpflicht im Dorfkern oder Zäunen rund um Schulareal und Kindergarten. Die Gemeinde allerdings winkte ab. Wittenbach und Eggersriet setzen lieber auf Appelle an ihre Bürger, denn auf Verbote und Pflichten. (gk/nh)