Vorlesungen widmen sich Vadians Leben

UNIVERSITÄT ⋅ Im Rahmen der öffentlichen Vorlesungen der Universität widmen sich fünf Referenten Vadian und seinem Schaffen. Auch seine Heilkunst ist Thema.
11. Oktober 2017, 07:05

Die Stadt St. Gallen ehrt nur eine Person aus ihrer Geschichte mit einem überlebensgrossen Denkmal. Das Standbild Vadians, eigentlich Joachim von Watt, steht seit 1904 auf dem St. Galler Marktplatz. Nun widmet die Universität St. Gallen (HSG) Vadian eine eigene öffentliche Vorlesungsreihe. Sie untersucht gemäss Mitteilung aus verschie­denen perspektiven die Persön­lichkeit Vadians und die Ei­genschaften eines Staatsmannes, welcher in seiner langen Amtszeit die Stadt geprägt hat. In seiner Zeit habe Vadian als Bürgermeister und Tagsatzungsgesandter zu den wichtigsten Entscheidungsträger der Stadt gehört; in der Auseinandersetzung mit der Fürstabtei setzte er das ganze Repertoire seines diplomatischen Könnens ein. Die sechsteilige Vorlesungsreihe zum Thema «Vadian – humanistischer Gelehrter, Bürgermeister und Reformator» startet am Mittwoch, 18. Oktober. Alle Vorlesungen finden in der Kantonsbibliothek Vadiana an der Notkerstrasse 22 statt und dauern von 18.15 bis 19.45 Uhr.

Die erste Vorlesung hält Rudolf Gamper, ehemals Bibliothekar der Vadianischen Sammlung der Ortsbürgergemeinde St. Gallen, über Vadian in Wien. Weiter geht es am 25. Oktober mit Stadtpräsident Thomas Scheitlin, der über Vadian als Bürgermeister referiert. Am 8. November hält Ulrich Gaier von der Universität Konstanz eine Vorlesung und am 15. November Rezia Krauer, Leiterin der Forschungsstelle Vadianischer Sammlungen, zusammen mit Nicola Stadelmann vom Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde. Clemens Müller und alt Kantonsarzt Felix Jungi referieren am 22. November über Va­dians Heilkunst und Rudolf Gamber schliesst die Vorlesungsreihe am 29. November mit dem Thema «Vadian und die Fürstabtei St. Gallen». (pd/ren)


Leserkommentare

Anzeige: