St.Galler Stadtrat Cozzio muss Amtsgeschäfte abgeben

ERKRANKUNG ⋅ Die Krebserkrankung des St.Galler Stadtrats Nino Cozzio hat sich verschlimmert. Der CVP-Politiker kann die Direktion Soziales und Sicherheit deshalb bis auf weiteres nicht mehr führen.
07. September 2017, 10:38
Im vergangenen Mai machte der St.Galler CVP-Stadtrat Nino Cozzio bekannt, dass er wegen seiner Krebserkrankung per Ende Jahr vorzeitig zurücktreten werde. Nun hat sich der Gesundheitszustand Cozzios verschlechtert, wie die Stadt St.Gallen in einem Communiqué schreibt. "Er ist deshalb bis auf weiteres nicht in der Lage, die Amtsführung der Direktion Soziales und Sicherheit wahrzunehmen", teilt die Stadt mit.

Der Stadtrat habe intern eine Regelung getroffen und die Amtsgeschäfte übernommen. Die offizielle Stellvertretung liegt bei SP-Stadträtin Maria Pappa.
 

Offen mit Erkrankung umgegangen

Nino Cozzio, Vorsteher der Direktion Soziales und Sicherheit, sitzt seit 2006 im St.Galler Stadtrat. Zum Zeitpunkt seiner Wahl war er Generalsekretär im kantonalen Volkswirtschaftsdepartement.

Seine Krebserkrankung machte Cozzio im Sommer 2015 bekannt. Er ging immer offen damit um. So sagte er bei der Bekanntgabe seines Rücktritts beispielsweise: "Ich muss meine Krankheit akzeptieren." Im Moment gehe es ihm recht gut, so Cozzio im vergangenen Frühling. Doch er wolle es mit seinem Rücktritt per Ende Jahr möglich machen, dass im Stadtrat keine Vakanz entstehe.
 

Fünf Kandidierende im Rennen

Wer Nachfolgerin oder Nachfolger Nino Cozzios wird, entscheidet sich in Bälde - der erste Wahlgang ist auf den 24. September terminiert. Es kandidieren Cozzios Parteikollege Boris Tschirky, Jürg Brunner (SVP), Sonja Lüthi (Grünliberale), Ingrid Jacober (Grüne) und Andri Bösch (Juso). (red.)

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