St.Galler Juso-Kandidat Bösch: Rückzug und Breitseite gegen Tschirky

ENTSCHEID ⋅ Jungsozialist Andri Bösch nimmt am zweiten Umgang der Ersatzwahl in den St.Galler Stadtrat nicht mehr teil. "Boris Tschirky ist für diese Stadt nicht tragbar", findet Bösch - deshalb müsse Sonja Lüthi alle linken Stimmen erhalten.
26. September 2017, 15:44
Es war erwartet worden - nun ist es Tatsache: Jungsozialist Andri Bösch zieht sich aus dem Rennen um die Nachfolge des kürzlich verstorbenen St.Galler CVP-Stadtrats Nino Cozzio zurück. Am Montagabend habe die Juso-Kerngruppe für den Stadtratswahlkampf beschlossen, nicht für den zweiten Wahlgang anzutreten, heisst es in einem entsprechenden Communiqué.

Für die Stadtsanktgaller Jungsozialisten ist gemäss der Mitteilung klar, "dass es im zweiten Wahlgang Boris Tschirky zu verhindern gilt". Andri Bösch: "Tschirky politisiert klar rechts und ist für diese Stadt nicht tragbar.“ Darum sei klar, dass Sonja Lüthi alle linken Stimmen brauche. Dazu müsse sie jetzt aber auch klar Position beziehen für eine moderne, progressive und gesellschaftlich liberale Stadt St.Gallen.

Nach dem ersten Wahlgang hatte sich bereits SVP-Mann Jürg Brunner aus der Ausmarchung zurückgezogen - genauso die Grüne Ingrid Jacober. Mit dem Entscheid von Andri Bösch, aus dem Rennen um die Nachfolge von Nino Cozzio auszusteigen, ist das Duell zwischen CVP-Politiker Boris Tschirky und der Grünliberalen Sonja Lüthi nun Tatsache. (pd/red.)


 

1Leserkommentar

Anzeige: