Spielen bis tief in die Nacht

Der Pfalzkeller verwandelt sich am Samstag zum grössten Spielzimmer der Stadt. 250 Spiele stehen an der Spielenacht zur Auswahl. Nur etwas gibt es nicht: digitale Games.
08. November 2017, 05:20
Christoph Renn

Christoph Renn

christoph.renn

@tagblatt.ch

Brett-, Karten- oder Würfelspiele: An der Spielenacht am Samstag, 15 bis 24 Uhr, im Pfalzkeller stehen insgesamt 250 verschiedene Titel zur Auswahl. Manche laden zum Duell, andere zum Finden von ausgeklügelten Strategien. Zudem werden etliche Neuerscheinungen präsentiert. Eines bleibt an der siebten Durchführung der Spielenacht jedoch gleich: Die Organisatoren verzichten gänzlich auf digitale Spiele. Mehr noch: «Wir wollen mit der Spielenacht Gegensteuer zu den digitalen Spielen geben», sagt OK-Präsident Marco Neuhaus. Und das Konzept scheint aufzugehen. «Wir rechnen wie in den vergangenen Jahren mit rund 800 Spielbegeisterten.»

Für Neuhaus besitzen Gesellschaftsspiele eine Faszination, die über Altersgrenzen hinaus geht, die Jung und Alt verbindet. «Zusammen zu spielen, miteinander zu reden und am selben Tisch zu sitzen, ist etwas sehr Schönes.» Und genau darum geht es den Organisatoren der Spielenacht. «Hier können Besucherinnen und Besucher nicht nur neue Spiele entdecken, sondern auch neue Bekanntschaften schliessen», sagt Neuhaus.

Beraterinnen präsentieren die Neuheiten

Damit sich die Gäste an Spiele heranwagen können, die ihnen unbekannt sind, stehen 30 Beraterinnen der Ludotheken St. Gallen, Wittenbach, Wil und Romanshorn im Einsatz. Sie zeigen 40 Spiele, darunter die bekanntesten Neuheiten wie das aktuelle Spiel des Jahres «Kingdomino» oder «Icecool», das diesjährige Kinderspiel des Jahres. «Dank der Anleitungen der Coaches muss sich an der Spielenacht niemand durch die Spielanleitungen kämpfen, sondern kann sich voll und ganz auf das Spielen konzentrieren», sagt Neuhaus. Das Spielprogramm umfasst weitere 200 Spiele, die vor Ort ausgeliehen werden können. Die Auswahl reicht von Klassikern wie «Monopoly» über sämtliche Spiele des Jahres bis hin zu «Eile mit Weile» oder Schach.

Spiele, die komplizierte Züge verlangen

An der Spielenacht kommen nicht nur Anfänger, sondern auch versierte Spieler auf ihre Kosten. «Wir präsentieren komplexe Spiele, die einige Stunden dauern», sagt Marco Neuhaus. Mitglieder der Spielegilde Capricorn nehmen Interessierte an der Hand und erklären die Grundlagen. «Meistens sind es Spiele, die viel Material und komplizierte Züge verlangen. Mit der Assistenz ist der Durchblick aber garantiert.»

Nicht fehlen darf auch bei der siebten Durchführung die Kapla-Ecke, wo Tausende Hölzchen auf junge Architekten und Baumeister warten. Auch «Cuboro», das Schweizer Kugelbahnsystem, steht wieder zur freien Verfügung. Für die hungrigen Spielefans ist ebenfalls gesorgt. «Den ganzen Tag bis Mitternacht können sie sich in unserem Spielbeizli verpflegen», sagt Neuhaus.


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