Sicherer für Fussgänger

KREUZUNG ⋅ Das Einkaufszentrum Lerchenfeld wird nächstes Jahr aufgestockt. In diesem Zusammenhang wird auch die Verkehrsführung auf der Zürcher Strasse näher angeschaut.
06. Oktober 2017, 05:20
Roger Berhalter

Roger Berhalter

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r@tagblatt.ch

Der Strassenbelag vor dem Einkaufszentrum Lerchenfeld ist noch ganz neu, gelb leuchten die frisch aufgemalten Markierungen der Fussgänger- und Radstreifen sowie der Bushaltestellen. Hier auf der Zürcher Strasse waren in den vergangenen Tagen Bauarbeiter am Werk. Die Stadtwerke haben die Werkleitungen im Untergrund ergänzt, danach hat das städtische Tiefbauamt die Strassen und die Trottoirs wieder instand gestellt.

Zwischen der Friedhofstrasse und dem Restaurant Lerchenfeld kam es deswegen seit Ende der Sommerferien immer wieder zu Verkehrsbehinderungen. Dies obwohl die Bauarbeiten zeitlich so gelegt wurden, dass der Verkehr möglichst gut fliessen konnte. Einige Bauetappen wurden sogar in der Nacht durchgeführt.

Es wird nicht das letzte Mal sein, dass an dieser viel befahrenen Kantonsstrasse gebaut wird. Im nächsten Jahr soll das Einkaufszentrum Lerchenfeld aufgestockt und ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang haben die Stadt und der Kanton sich auch die Verkehrsführung näher angeschaut – insbesondere die Situation an der für Fussgänger gefährlichen Kreuzung Zürcher- und Erlachstrasse.

Mit Kreisel oder Lichtsignalen?

In einer umfangreichen Studie haben sie grundsätzliche Fragen aufgeworfen: Wäre ein Kreisel an dieser Stelle sinnvoll? Sollte man den Verkehr dort besser mit Lichtsignalen steuern? Schliesslich kam die Studie zum Schluss, dass das «heutige Verkehrsregime mit ungesteuertem Knoten» weiterhin richtig sei. Es soll also weder Kreisel noch Lichtsignale geben; die bestehenden Ein- und Ausfahrten dürften bleiben. Ebenso die jetzigen Zufahrten zum Einkaufszentrum, obwohl sie gemäss Studie viel Platz in Anspruch nehmen.

Verbessern soll sich aber die Sicherheit für Fussgänger und Radfahrer. Geplant sind Radstreifen in beide Richtungen, zudem sollen die bestehenden Fussgängerstreifen entflechtet und mit zusätzlichen Schutzinseln versehen werden.

Auch für Buspassagiere soll sich etwas ändern. Die Studie schlägt vor, die beiden Bushaltestellen an der Erlachstrasse zusammenzuziehen. Die Haltestelle stadteinwärts soll am jetzigen Ort bleiben, jene stadtauswärts jedoch vis-à-vis, direkt vor das Einkaufszentrum zu liegen kommen. Also dort, wo während der Belagsarbeiten der vergangenen Wochen schon eine provisorische Haltestelle eingerichtet wurde.

Die Massnahmen kommen erst 2019

Soweit die Pläne, entschieden sind diese Massnahmen aber noch nicht. Unter anderem hat der Kanton ein Wörtchen mitzureden, und auch der Stadtrat muss die Massnahmen erst noch absegnen. «Wir sind dabei, ein konkretes Bauprojekt aufzugleisen», sagt Christian Hasler vom städtischen Tiefbauamt. Einen konkreten Zeitplan gebe es noch nicht, aber voraussichtlich 2019 dürfte die neue Verkehrsführung fertig sein, zeitgleich mit der Eröffnung des ausgebauten Einkaufszentrums.


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