Italienische Modekette zieht bei Vögele ein

WECHSEL IN DER ALTSTADT ST.GALLEN ⋅ Die Marke Charles Vögele verschwindet kommende Woche aus der Altstadt. Am Donnerstag schliesst die Filiale in der Marktgasse, am 8. September eröffnet am selben Ort ein Laden der italienischen Modekette OVS.
14. Juli 2017, 05:19

«Alles reduziert»: In den Schaufenstern des prominenten Ladenlokals von Charles Vögele im Haus «Zum Granatapfel» an der Marktgasse 15/17 ist der grosse Ausverkauf angekündigt. Und das noch vor dem Sommerschlussverkauf. Der Grund dafür: Kommenden Donnerstag ist der letzte Verkaufstag der Filiale in der Altstadt, danach ist nach mehreren Jahrzehnten Schluss. Die Modekette wurde im Dezember 2016 von einer Investorengruppe um den italienischen Konzern OVS übernommen. Das bedeutet, dass über 150 Filialen in der ganzen Schweiz bis Ende Jahr umgestaltet und neu eröffnet werden – nun ist die Filiale an der Marktgasse an der Reihe.

Zwar ändern sich Sortiment, Innenausbau und Namen. Beim Personal gibt es aber keine Änderungen. «Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die heute für die Firma Charles Vögele Mode an der Marktgasse arbeiten, werden auch unter OVS weiterbeschäftigt», sagt Nicole Borel-Schöwel, Mediensprecherin bei Charles Vögele Schweiz. Verläuft alles nach Plan, dauert der Umbau des Ladenlokals knapp zwei Monate. Am 8. September wird der OVS-Store eröffnet.

Vögele Shoes bleibt in der Altstadt

Auf Vögele Shoes hat diese Rochade allerdings keinen Einfluss. Das Schuhgeschäft trägt zwar einen ähnlichen Namen, hat mit der Modekette aber nichts mehr zu tun. In den Obergeschossen werden also auch künftig Schuhe verkauft, genauso wie in den Vögele-Shoes-Filialen im Silberturm und in der Shopping Arena. Was im Liquidationsverkauf an der Marktgasse, der nun schon einige Wochen dauert, nicht über den Ladentisch geht, wird in andere Filialen von Charles Vögele verschoben. «Wir rüsten unsere Filialen schrittweise um», sagt Borel-Schöwel.

Die Häuser an der Marktgasse 15 bis 17 wurden 1980 aus- gekernt und zusammengelegt. Diese Massnahme machte das Ladenlokal im Erd- und Unter- geschoss überhaupt erst mög-lich. Ausdruck der originalen Häusergliederung aus dem 17. Jahrhundert sind immer noch die Erker an der Fassade, die frühbarock und bunt gestrichen sind. (ghi)


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