Projekt-Werkstatt blitzt vor Gericht ab

REKURS ⋅ Das Verwaltungsgericht hat die Beschwerde der Projekt-Werkstatt gegen die Streichung kantonaler Gelder abgewiesen. Das Einsatzprogramm steht damit vor dem Aus.
11. August 2017, 06:46

Jetzt bleibt nur noch der Gang ans Bundesgericht oder die Suche nach einer neuen Trägerschaft. Die Verantwortlichen der Projekt-Werkstatt, einem Einsatzprogramm für Stellensuchende im alten Güterbahnhof, sind vor kantonalem Verwaltungsgericht mit ihrer Beschwerde abgeblitzt.

Mit dem Rekurs hätte eine aufschiebende Wirkung erzielt werden sollen. Die Abweisung dieses Gesuchs begründet das Gericht damit, dass keine «Unangemessenheit geltend gemacht werden könne». Die Beurteilung der Vergabebehörde sei zudem «nachvollziehbar begründet» und liege «im Rahmen des Ermessens». Für das Gericht erscheint ausserdem unzutreffend, dass jenes Einsatzprogramm, das ab 2018 anstatt der Projekt-Werkstatt unterstützt werden soll, im Beurteilungsprozess aus Kostengründen bewusst bevorzugt worden wäre.

Die höchste Quote des Kantons

Mitte Juli war bekannt geworden, dass der Kanton der Projekt-Werkstatt den Geldhahn zudreht. Rund 40 Stellensuchende reparieren und verkaufen in der Werkstatt Velos – und das erfolgreich. 2016 konnte das Einsatzprogramm die höchste Wiedereingliederungsquote des Kantons vorweisen. Gegründet wurde die Projekt-Werkstatt 1994 von An­dreas Frank, seit vergangenem Jahr wird sie von Hansueli Salzmann geführt. (ghi)


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