Tag im Zeichen der Jugend

JUGENDKULTUR ⋅ An diesem Wochenende findet in der Altstadt das vierte Jungkult-Festival statt. Es soll auch dazu beitragen, Vorurteile gegenüber Jugendlichen abzubauen.
09. August 2017, 07:41
David Gadze

David Gadze

david.gadze@tagblatt.ch

Ein positives Bild der Jugend vermitteln, Vorurteile beseitigen, die Jugendkultur fördern: Dieses Ziel verfolgt das Jungkult-Festival, das diesen Samstag zum vierten Mal stattfindet. Es soll aufzeigen, dass jugendlicher Tatendrang nicht nur aus Feiern und Rumhängen besteht, sondern auch in kreativen Aktionen seinen Ausdruck findet. An vier Plätzen in der Altstadt gibt es Konzerte, Poetry Slam, Tanz- und Theateraufführungen, einen Breakdance-Wettbewerb und anderes.

Neue Standorte in der Altstadt

«Auch dieses Jahr gibt es einige Neuerungen», sagt Mitorganisator Benjamin Trösch, der seit der ersten Austragung dabei ist. Die Bühne beim Waaghaus gibt es nicht mehr. Stattdessen steht jetzt eine Bühne zwischen der Kirche St. Laurenzen und dem Klosterhof. Auf dieser «Gallus-Bühne», mit der das Festival gemäss Trösch zusammenhängender werden soll, treten junge Slam-Poeten, die Theatergruppe Abydos und verschiedene Musiker auf. Die «Vadian-Bühne» ist für Rock- und Pop-Konzerte regionaler Bands reserviert. Unter anderem spielen dort Catalyst, OGMH und Karluk. Auf der ebenfalls neuen Bühne am Aepli-Platz in der Spisergasse sind hingegen Auftritte von Hip-Hop-Gruppen und Freestyle-Rappern zu sehen. Am Bärenplatz gibt es den Breakdance-Contest sowie Tanz- und Jonglage-Aufführungen. Abgerundet wird das Jungkult-Festival durch Graffiti-Künstler, die an Stellwänden in den Gassen zwischen den Plätzen zeigen, dass ihre Zeichnungen mehr sind als nur Schmierereien.

Das Jungkult-Festival begann als Projekt des Jugendsekretariats. Inzwischen wird es vom Verein Jungkult organisiert. «Für uns ist es ein toller Erfolg, dass wir ein solches Festival mit Jugendlichen starten konnten und sie es inzwischen alleine weiterführen», sagt Menno Labruyère vom Flon. Und das Festival hat sich etabliert. Das zeigen sowohl die Besucherzahlen der vergangenen Jahre als auch die Tatsache, dass die Organisatoren mehr Anfragen von jungen Künstlern und Bands bekommen, als sie berücksichtigen können.

Nächstes Jahr noch etwas grösser

Bevor das diesjährige Jungkult-Festival überhaupt begonnen hat, denkt das achtköpfige Organisationskomitee bereits an die Austragung im nächsten Jahr. Zum fünften Geburtstag soll das Festival gemäss Benjamin Trösch noch etwas grösser werden, die ersten Gespräche mit den Bewilligungsbehörden seien bereits am Laufen. Die Vergrösserung soll über den Jubiläumsanlass hinaus bestehen bleiben: «Unser langfristiges Ziel ist es, zu wachsen.» Wie richtige Jugendliche eben.

Jungkult-Festival:

Samstag ab 10 Uhr in der Altstadt;

www.facebook.com/jungkultsg


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