Feinjustierung am Fahrplan

ÖFFENTLICHER VERKEHR ⋅ Auf den Fahrplanwechsel hin kommt es beim städtischen ÖV-Angebot zu kleineren Anpassungen. Eine betrifft die Fahrgäste jedoch besonders.
23. November 2017, 07:09
David Gadze

David Gadze

david.gadze@tagblatt.ch

Am 10. Dezember ist in der ganzen Schweiz der Fahrplanwechsel. Auch in der Stadt St. Gallen kommt es zu einigen Anpassungen. Diese fallen diesmal gering aus. Die grossen Veränderungen folgen Ende 2018 (siehe Zweittext). Und die positive Nachricht für alle Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs: Die Billettpreise steigen nicht an.
 

Rathausunterführung wieder offen

Die wichtigste Änderung in der Stadt ist die Wiedereröffnung der neuen Rathausunterführung am Hauptbahnhof nach einjähriger Bauzeit. Sie wird die ersten paar Monate jedoch nur im Rohbau zugänglich sein. Der Innenausbau dauert bis Mitte 2018.

Bei den Fernverkehrszügen nach Zürich gibt es kleinere Anpassungen in den Abendstunden. Die Züge um 21.12 und 22.12 Uhr sowie um 22.42 und 23.42 Uhr fahren in St. Gallen vier Minuten früher ab. Der Eurocity um 21.45 Uhr verkehrt nicht über Zürich Flughafen. Bei den Zügen von Zürich nach St. Gallen um 21.09, 22.09 und 23.09 Uhr muss man sonntags bis donnerstags in Winterthur umsteigen.

Die Direktverbindung von und nach Konstanz wird ausgebaut: Künftig verkehren die Züge von Montag bis Sonntag zwischen 6.00 und 18.00 Uhr (hin) beziehungsweise zwischen 7.23 und 19.23 Uhr (zurück) alle zwei Stunden. Bei der S-Bahn gibt es in St. Gallen keine Änderungen.

Umstellen müssen sich im kommenden Jahr die Passagiere der Appenzeller Bahnen (AB) – ­allerdings nicht wegen des Fahrplanwechsels, sondern wegen des Baus des Ruckhaldetunnels. Zwischen 3. April und 7. Oktober wird gemäss AB-Direktor Thomas Baumgartner die Zugstrecke zwischen St. Gallen und Appenzell unterbrochen. In dieser Zeit fahren Ersatzbusse. Am 8. Oktober werden dann der Ruckhaldetunnel und die neue Haltestelle Riethüsli in Betrieb genommen.
 

Ein Schnellkurs weniger

Wegen der Wiederinbetriebnahme des neugestalteten Bahnhofplatzes kommt es auch bei den Fahrplänen einiger Bus- und Postautolinien zu Änderungen. Bei den VBSG gibt es gemäss Unternehmensleiter Ralf Eigenmann auf einigen Linien punktuelle Anpassungen im Minuten­bereich. Eine Busverbindung fällt jedoch ganz weg: Der Schnellkurs von Abtwil nach St. Gallen mit Abfahrt um 13.23 Uhr wird abgeschafft. Grund dafür sei die mangelnde Nachfrage. Die übrigen Schnellkurse nach Abtwil und ­zurück bleiben bestehen.

Die Regiobus-Linie 151 aus Gossau wird vom Hauptbahnhof via Marktplatz bis zum Spisertor verlängert. Bei den Postauto-Linien 120 und 121 nach Engelburg beziehungsweise Heiden und bei der Linie 242 nach Thal ändern sich die Abfahrtszeiten am Bahnhofplatz geringfügig. Auf der ­Linie 180 nach Stein–Herisau ­verkehren an Wochenenden um 1.30 und 2.30 Uhr Nachtbusse.
 

Die Kurzstrecke gibt es nur noch in der Zone 210

Die Kurzstrecke gibt es künftig nur noch in der Zone 210. Bisher konnte man sie auch in Abtwil und Mörschwil (Zone 211) lösen – und damit beim Zonenübertritt den Kauf einer zusätzlichen Zone umgehen. Nach dem Auftrennen der grossen Zone 210 vor drei Jahren sei dies nun ein «folgerichtiger Schritt», sagt Eigenmann. Denn die Kurzstrecke lasse sich in einem Zonentarif vor allem in der Stadt rechtfertigen.


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