FDP-Fraktionspräsident Roger Dornier tritt aus dem Stadtparlament zurück

STADT ST.GALLEN ⋅ Die FDP-Stadtparlamentsfraktion steht in den kommenden Wochen vor personellen Veränderungen: Remo Daguati, wird per 1. Dezember 2017 neues Ratsmitglied. Bereits per Ende Oktober übernimmt Felix Keller die Funktion des Fraktionspräsidenten von Roger Dornier, der aus dem Stadtparlament ausscheidet.
25. Oktober 2017, 17:45
Roger Dornier tritt per Ende November von der politischen Bühne ab. Der 51-Jährige sass 16 Jahre lang für die FDP im Stadtparlament und die vergangenen sechs Jahre Fraktionspräsident. In dieser Zeit habe Dornier «massgeblich dazu beigetragen, das liberale Profil der städtischen FDP zu schärfen», schreibt die Partei in einer Mitteilung. Unter seiner Führung hätten die Freisinnigen nach und nach die Themenführerschaft innerhalb des bürgerlichen Lagers übernommen. Dies gelte insbesondere für die Bereiche Verkehrspolitik und Stadtentwicklung, in denen «zukunftsgerichtete bürgerliche Konzepte als Alternative zu linksgrünen Phantasien gefordert waren respektive sind». Er habe es in den letzten Jahren zudem fertiggebracht, den Parteimitgliedern sowie weiteren politisch interessierten Kreisen die Stadtpolitik auf anschauliche Art zu vermitteln. Diese Basisarbeit werde sich in Zukunft auszahlen. Künftig werde sich Dornier, Leiter Recht & Compliance bei der Liechtensteinischen Landesbank (LLB), verstärkt seinem Beruf widmen.
 
Felix Keller, der dem Parlament seit 2009 angehört, übernimmt gemäss Communiqué bereits per Ende Oktober den Fraktionsvorsitz. Der 42-Jährige sei führungserfahren und in der Stadt bestens vernetzt. Der Geschäftsführer des kantonalen Gewerbeverbands St. Gallen hatte bis anhin die Funktion des stellvertretenden Fraktionspräsidenten inne. Damit sei die Kontinuität in der politischen Arbeit gewährleistet. Den frei werdenden Sitz im Stadtparlament übernimmt Remo Daguati. Der 42-Jährige ist Unternehmer und Geschäftsführer des städtischen und des kantonalen Hauseigentümerverbands St. Gallen. Bei den Parlamentswahlen im vergangenen Herbst landete er mit 4494 Stimmen auf dem ersten Ersatzplatz seiner Partei. Für eine direkte Wahl fehlten ihm 15 Stimmen. (pd/dag)

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