Das Netz feiert die Super-Oma aus Wittenbach

FUSSBALLVERBOTS-SCHILD BESPRAYT ⋅ "Gebt ihr einen Orden", "Hoch lebe die Oma" oder "Danke für die Zivilcourage": Die 85-jährige Anneliese Adolph wird auf den sozialen Netzwerken gefeiert. Grund: Sie hatte eine Fussball-Verbotstafel für Kinder mit roter Farbe besprayt.
04. Oktober 2017, 11:17
Wittenbach hat eine neue Heldin: Anneliese Adolph, 85-jährig, neuerdings auch "Sprayer-Oma" genannt. Was war passiert? Im Wittenbacher Obstgarten-Quartier dürfen Kinder nicht mehr Fussball spielen. "Wie ungerecht!", fand Adolph und besprayte eine Verbotstafel. Jetzt hat sie eine Anzeige am Hals. Ihre Aktion katapultierte Adolph innert Kürze in den Fokus der Öffentlichkeit. Der Tenor ist eindeutig: "Super-Oma!" Kritik gibt es lediglich für die Verbotsbefürworter.

"Hoch lebe die Oma", "Bravo für diese Zivilcourage" oder "Die Oma hat einen Orden verdient": Auf der Facebook-Seite von "Tagblatt Online" gibt es neben mehrerer hundert Likes innert weniger Stunden auch ein Lob nach dem anderen für die 85-jährige Anneliese Adolph. Das Verbot sei doch ein Witz, Kinder sollten doch auf einer Wiese spielen dürfen - auch Fussball, schreibt ein User. Genau das fand auch Adolph. Nachdem ein Müllsack, welchen sie über die Tafel gestreift hatte, wieder entfernt worden war, kaufte sie sich eine Spraydose. "Mir war von Anfang an bewusst, dass es Ärger geben würde", sagt sie. Das sei ihr aber egal. Es dürfe und könne nicht sein, dass spielende Kinder ein Problem darstellen. 

Mit dieser Meinung ist Adolph nicht alleine. "Das ist doch ein Witz?", fragt ein User auf Facebook. "Tausende Fahrzeuge auf öffentlichem Grund, und Kinder müssen sich um Spielflächen streiten...", echauffiert sich ein anderer. 

Während die meisten ihr Lob für Adolph mit netten Worten zum Ausdruck bringen, drücken einige ihren Zuspruch mit einem simplen Gif aus: (tn)

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