Das sagen Besucher des Tagblatt-Podiums zur Mobilitäts-Initiative

UMFRAGE ⋅ Das Publikum des Tagblatt-Podiums zur Mobilitäts-Initiative sieht die Gegner mehrheitlich im Vorteil. Es gebe zu wenig treffende Argumente für ein Ja, sind sich die Befragte einig.
13. Februar 2018, 11:57
Christoph Renn / Judith Schönenberger
Benjamin Märkli (29), St. Gallen

Benjamin Märkli (29), St. Gallen


Die Podiumsdiskussionhat für mich nichts Neues auf den Tisch gebracht. Die Podiumsgäste sind souverän aufgetreten und haben zu einer guten Diskussion beigetragen, sie sind aber im bekannten Bereich geblieben. Das hat mich wenig gestört, ich hatte mich vorher schon entschieden. Ich werde ein Nein in die Urne legen, da meiner Meinung nach ein zusätzliches Verkehrsaufkommen nur mit einem ÖV-Ausbau aufgefangen werden kann. 

Flurina Lüchinger (16), Flawil

Flurina Lüchinger (16), Flawil


Ich fand die Diskussion sehr spannend, da ich jeden Tag nach St.Gallen in die Schule gehe und die Verkehrssituation gut kenne. Mich haben die Gegner der Initiative überzeugt, denn ich finde, der ÖV ist wichtiger als der Autoverkehr. Gerade im Hinblick auf die Umwelt sollte er mehr gefördert werden. Ich gehe jeweils zu Fuss oder mit dem Bus zur Schule und denke schon, dass der ÖV in St.Gallen noch Potenzial  hat. Mich stören aber vor allem auch die vielen Autos in der Stadt.

Jeyakumar Thurairajah (48), Stadtparlamentarier (Grüne), St. Gallen

Jeyakumar Thurairajah (48), Stadtparlamentarier (Grüne), St. Gallen


Ich bin noch nicht lange in der Politik und finde es wichtig, sich mit dem Besuch einer Podiumsdiskussion über ein Thema zu informieren. Mich konnte die linke Seite mit ihren Argumenten mehr überzeugen. Die jetzige Lösung ist meiner Meinung nach umweltfreundlicher, als der Vorschlag der Initianten. Ausserdem finde ich die Überlegungen, welche die Befürworter der Initiative vorgebracht haben, nicht treffend.

Hans Müller (80), St.Gallen

Hans Müller (80), St.Gallen


Die Befürworter und die Gegner der Initiative haben ihre Argumente klar dargestellt. Es war gut, dass beide Parteien sich jeweils ausreden liessen. Ganz anders als man das von der Arena kennt. Meine Meinung, dass es nicht mehr Autos in St.Gallen geben sollte, hat sich während der Diskussion bestätigt. Auch das Argument, dass das jetzige Reglement das Lädelisterben in der Innenstadt beschleunige, wurde gut wiederlegt. Da spielen andere Faktoren wie die Digitalisierung eine wichtigere Rolle.

Samuel Hurri (21), St. Gallen

Samuel Hurri (21), St. Gallen


Das Podium war sehr spannend. Ich wollte mich nochmals genau über die Mobilitäts-Initiative informieren, bevor ich abstimme. Und ich habe einige Details erfahren, wie beispielsweise die prozentuale Anzahl der Autofahrer von 50 Prozent. Bei diesem Thema wusste ich aber eigentlich schon vorher, wie ich mich entscheiden werde. Nach den Argumenten der Podiums-Teilnehmer hat sich meine Einschätzung jedoch klar bestätigt. An diesem Abend haben mich die Aussagen von SP-Fraktionspräsident Daniel Kehl klar überzeugt.  

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