Nachgefragt

28. März 2009, 01:03

Wie ein Traum, der wahr wird

An den diesjährigen Schweizer Jugendfilmtagen am 15. März wurde der Film «Top Secret» des 16jährigen St. Gallers Sebastian Klinger mit dem Springenden Panther ausgezeichnet. Sebastian hat schon mehrere Filme gedreht, wobei immer seine ganze Familie als Filmcrew involviert ist (Tagblatt vom 7. Januar 2009). Der Springende Panther ist nicht Sebastians erste Auszeichnung.

Was bedeutet Dir dieser Preis?

Diesen Preis zu gewinnen war schon lange das Ziel meiner Familie. Deshalb bedeutet mir der Springende Panther sehr viel. Ihn zu gewinnen war wie ein Traum, der in Erfüllung geht.

Ist der Springende Panther denn mehr wert als andere Preise?

Das nicht, aber es ist etwas Besonderes, weil die Schweizer Jugendfilmtage bekannter sind als beispielsweise das Film- und Videofestival in Spiez, an dem ich auch schon gewonnen habe.

Wie fühltest Du Dich, als Du hörtest, dass Du gewonnen hast?

Zuerst konnte ich es gar nicht glauben. Ich dachte, ich werde veräppelt. Aber danach war ich natürlich begeistert.

Der Inhalt gehört ins Genre des Spionagethrillers. Wie kamst Du auf diese Idee?

Ich bin ein grosser James-Bond-Fan. Auch unsere bisherigen Werke sind Abenteuer- oder Actionfilme. Ich wollte dieses Jahr einen eigenen James-Bond-Film drehen, nicht das Original kopieren, sondern eigene Figuren entwickeln.

Worin unterscheidet sich der neue Film von den bisherigen?

Die meisten unserer Filme spielten im Wald, und ich wollte dieses Mal etwas anderes machen. Wir wählten Schauplätze aus wie etwa das Kehrichtheizkraftwerk, Schulhausdächer und Restaurants in der Stadt.

Was war Deine Rolle im Film?

Ich stand dieses Mal hinter der Kamera und führte auch Regie. Meine Familie übernahm die Aufgaben der Filmcrew, und meine Kollegen waren die Schauspieler.

Plant ihr wieder ein neues Werk?

Ja, das Drehbuch ist bereits geschrieben, und in den Sommerferien wird gedreht. Diesmal spiele ich wieder mit.

Könntest Du Dir vorstellen, Dein Hobby zum Beruf zu machen?

Momentan ist das mein Wunsch. Ich würde gerne die Filmhochschule in Zürich absolvieren und danach als Regisseur arbeiten.

Interview: Mirjam Bächtold


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