Kritik an neuen Parkuhren

ST.GALLEN ⋅ Die geplante Änderung des Parkierregimes vor dem Quartierladen und dem Adlersaal stösst in St.Georgen nicht auf Gegenliebe. Das mache dem Gewerbe das Leben unnötig schwer, argumentieren Mitglieder des Quartiervereins. Sie kritisieren auch die fehlende Information.

01. März 2016, 06:45
CLAUDIA SCHMID

ST.GALLEN. An der 112. Mitgliederversammlung des Quartiervereins St.Georgen vom vergangenen Freitag war die Parkplatzsituation im «Dorfzentrum» das zentrale Diskussionsthema. Mehrere Anwesende drückten ihr Unverständnis darüber aus, dass die Stadt eine Bewirtschaftung der Parkplätze zwischen Adlersaal und Mühlegg beabsichtigt.

Einsprache eingereicht

Vor der allgemeinen Umfrage informierte Präsident Andy Rechberger darüber, dass der Quartierverein gegen diese Pläne der Stadt Einsprache erhoben habe. Ein Votant tadelte darauf das Vorgehen der Stadt bei der Publikation der Änderung. Er verstehe nicht, weshalb sie in dieser Angelegenheit nicht von vornherein das Gespräch mit dem Quartierverein gesucht habe, statt die neue Parkplatzbewirtschaftung lediglich in einem Zeitungsinserat publik zu machen.

Weitere Anwesende stellten sich am Freitagabend grundsätzlich gegen das Vorhaben. Damit mache man es dem Gewerbe unnötig schwer. «Bei uns im Dorf funktionieren die Quartierläden noch. Wir wollen unsere Infrastruktur behalten und nicht durch unnötige Massnahmen gefährden», brachte es ein Votant auf den Punkt.

Handlungsspielraum abklären

Der als Gast anwesende Stadtpräsident Thomas Scheitlin nahm zu den Vorwürfen Stellung. Da die Parkplatzbewirtschaftung in die Kompetenz der Direktion Soziales und Sicherheit gehöre, sei er allerdings nicht im Detail über die Pläne für St.Georgen informiert, erklärte er. Er versprach aber, den Handlungsspielraum abzuklären. Beruhe das Vorhaben aber beispielsweise auf einem Reglement, welches das Stadtparlament beschlossen habe, werde es schwierig sein, daran zu rütteln.

Eine Votantin sprach dann an der Mitgliederversammlung auch noch die prekäre Parkplatzsituation im Quartier an, wenn im Adlersaal Grossanlässe stattfinden. Die Nachbarn ärgerten sich regelmässig darüber, dass ihre eigenen Parkplätze jeweils verstellt seien. Dies sei und bleibe ein ungelöstes Dauerthema, erklärte auch Quartiervereinspräsident Andy Rechberger. Weiter informierte er über die derzeitigen Bauarbeiten beim Maxi-Markt. Sie seien nötig geworden, weil der Laden aus allen Nähten platze. In vier Wochen werde der Erweiterungsbau abgeschlossen sein.

Weitsichtige Gründer

Urs Hertler, neuer Präsident der Stiftung St.Georg, gab bekannt, dass im vergangenen Jahr über 14 000 Franken zur Unterstützung verschiedener Vereinsprojekte ausgeschüttet worden seien. Seit der Gründung 1975 sei rund eine halbe Million Franken geflossen. Vor 41 Jahren hätten zwei weitsichtige St.Geörgler die Stiftung gegründet, blickte Urs Hertler in die Vergangenheit zurück.

Zum Startkapital von 20 000 Franken sei durch die Liquidation des Konsumvereins bald die stolze Summe von 280 000 Franken hinzugekommen. Das Geld sei damals in Obligationen angelegt worden, die eine Rendite von rund acht Prozent abgeworfen hätten. «Davon können wir heute nur noch träumen. Zurzeit bereiten uns die niedrigen Zinserträge Sorgen», betonte der Präsident der Stiftung St.Georg.


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