Konfetti, Kostüme, Konzerte

ST.GALLEN. Von Donnerstag bis Dienstag wirds laut und bunt in der Altstadt und in den Quartieren. Das St. Galler Fasnachtsprogramm ist abwechslungsreich. Ein Teil bleibt bis Samstag geheim.

02. Februar 2016, 07:22
RUTH FRISCHKNECHT

Am Donnerstagmorgen, punkt sechs Uhr, beginnt die Stadtsanktgaller Fasnacht auf der Bühne in der Neugasse. Mit der Aaguggete der Guggenmusiken fällt der Startschuss ins bunte Fasnachtsprogramm. «Auch dieses Jahr bleibt alles beim alten. Das Rahmenprogramm hat sich bewährt. Deshalb möchten wir es nicht verändern», sagt Bruno Bischof, Präsident der St. Galler Fasnachtsgesellschaft.

Drei Bühnen, zwei Hot Spots

Rund 20 Guggenmusiken sind vom Donnerstagmorgen bis Dienstagnacht unterwegs und untermalen die Fasnacht mit Pauken und Trompeten. Zu hören sind die Gugger auf den Bühnen im Waaghaus, in der Neugasse und auf dem Bärenplatz. Ausserdem spielen sie an den Hot Spots in der Multergasse (vor der UBS) und am Marktplatz (vor dem Café Läderach). «Die Vorbereitungen auf die Fasnacht laufen schon seit Herbst», sagt Andreas Jakob, Präsident der Vereinigten Guggen St. Gallen. Still bleibt es am Freitag und am Montag: Dann treten in der Innenstadt keine Guggenmusiken auf. Dafür ist in den Quartieren einiges los: In Bruggen findet ein Monsterkonzert statt, in St. Georgen und in Winkeln treffen sich die Narren zu Maskenbällen und aus dem Johann-Linder-Brunnen im Linsebühl sprudelt Glühwein statt Wasser.

Freie Plätze am Dampf im Kessel

Ebenfalls unterwegs sind die Schnitzelbänkler. Sie besuchen von Donnerstag bis Dienstag folgende Beizen: Bäumli, Bierfalken, Drahtseilbähnli, Incontro, Papagei, Wetzi's Trübli, Zeughaus, zur alten Post, zum goldenen Leuen, zum goldenen Schäfli und das Weinlokal 1733. Am Sonntag und am Montag machen die Schnitzelbänkler eine Verschnaufpause. Chef Schnitzelbänkler Michael Hugentobler sagt: «Am Freitag, Samstag und Dienstag ist es schwierig, einen Platz in einer der Beizen zu ergattern. Für Donnerstag hingegen sind noch nicht sehr viele Reservationen eingegangen.»

Für die Show «Dampf im Kessel» in der Lokremise am Freitagabend gebe es jedoch noch zahlreiche freie Plätze. An dieser Veranstaltung präsentieren Schnitzelbänkler, Födlebürger und Föbinen sowie Guggen einen Querschnitt der St. Galler Fasnacht. Ausgebucht sind alle drei Veranstaltungen der Fasnachtsbeiz in der Kellerbühne. Dort treten Schnitzelbänkler auf.

1200 Fasnächtler am Umzug

Der Samstag steht dann ganz im Zeichen der Föbüs. In der Kirche St. Mangen findet ein Gottesdienst von Narren für Narren statt. Mit dabei ist unter anderem Hanspeter Trütsch, der letztes Jahr zum Ehrenfödlebürger ernannt wurde. Kurz danach ziehen die Guggen mit den Ehrenföbüs durch die Altstadt vor das Vadiandenkmal. Um 20 Uhr wird mit dem Föbüverschuss der neuste Ehrenföbü bekanntgegeben. Wer es ist, bleibt jedoch bis am Samstag ein gut gehütetes Geheimnis, genau wie das Programm des Abends. Michael Hüppi, Kanzler der Ehrenfödlebürger verrät nur soviel: «Wir sind bereit. Nun stehen nur noch geheime Proben an, damit am Samstag alles klappt.»

Am Sonntagnachmittag findet dann der grosse Umzug statt. Die Route führt, wie jedes Jahr, von der Vadianstrasse via Multergasse und Bärenplatz an den Bohl. Etwa 1200 Fasnächtlerinnen und Fasnächtler nehmen daran teil. Nach dem Umzug wird es, zumindest aus fasnächtlicher Sicht, wieder ruhiger in der Gallusstadt, bis am Dienstag um 20 Uhr die Fasnacht mit dem Uusgugge im Waaghaus endet.


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