Kesb wird immer mehr zum Politikum

ST.GALLEN. SP-Stadtparlamentarier Peter Olibet hat am Dienstag einen neuen Vorstoss im Zusammenhang mit den Sozialen Diensten (SDS) und der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) eingereicht. Der Interpellant stellt Fragen zu den häufigen Personalwechseln.
26. November 2015, 06:52

Kaum hatte das Parlament am Dienstag eine Antwort des Stadtrates auf eine Interpellation Olibets in Zusammenhang mit der Unabhängigkeit der Kesb diskutiert (Tagblatt von gestern), reichte der SP-Politiker den nächsten Vorstoss zum gleichen Thema ein. Die Kesb ist Peter Olibet offensichtlich wichtig.

Es rumore gewaltig

Die einzelnen Abteilungen der Sozialen Dienste St. Gallen seien in den letzten Jahren reorganisiert und zusammengefasst worden. Die Kesb sei in die SDS integriert worden, obschon dies aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht zulässig sei, schreibt Peter Olibet in seiner jüngsten Kesb-Interpellation. Auch in Zukunft stünden SDS und Kesb vor grösseren Veränderungen und Herausforderungen. Der geplante Umzug an die Haggenstrasse, der Spardruck im Sozialwesen und die öffentliche Debatte gingen am Personal nicht spurlos vorbei. In diesem Umfeld erscheine es wichtig, schreibt Olibet, dass die Stadt St. Gallen auf gut ausgebildete und motivierte Angestellte zählen könne. «Leider rumort es innerhalb der SDS gewaltig», schreibt der Parlamentarier und Präsident der SP der Stadt St. Gallen. Nicht nur die Kesb-Präsidentin, sondern auch der Leiter der SDS hätten innerhalb kurzer Zeit gekündigt. Die Kesb-Präsidentin habe nicht in einen anderen Bereich gewechselt, sondern führe dieselbe Arbeit in Luzern weiter. Auch der Leiter der Sozialen Dienste werde weiterhin im Sozialbereich tätig sein. Zudem hätten etliche Angestellte in den vergangenen Jahren die SDS verlassen, um in Herisau oder anderen umliegenden Gemeinden wieder in einem ähnlichen oder gar demselben Berufsfeld zu arbeiten.

Fünf Fragen an den Stadtrat

Vor diesem Hintergrund stellt der Interpellant dem Stadtrat fünf Fragen. Olibet will wissen, wie hoch die Fluktuation bei den SDS sei, ob der Stadtrat die Gründe kenne für die häufigen Wechsel, wie der Stadtrat die Zufriedenheit der Angestellten einschätze, wie sich diese zum Umzug an die Haggenstrasse stellten und was er tun wolle, damit es weniger Wechsel gibt. (dwi)


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