Keine Pirouetten auf dem Buebenweier

ST.GALLEN. Vor sieben Jahren war der Buebenweier das letzte Mal für Eisläufer geöffnet. Nach einer Wiederholung sieht es auch diesen Winter nicht aus: Die Eisschicht ist zu dünn. Um doch noch über den Weiher gleiten zu können, braucht es mehr als tiefe Temperaturen.

21. Januar 2016, 07:44
RUTH FRISCHKNECHT

Seit einigen Tagen hält der Winter Einzug in St. Gallen, die Skilifte laufen, die Loipen sind gespurt. Fehlt eigentlich nur noch die Eröffnung des Natureisfeldes auf dem Buebenweier. «Die Eisschicht ist derzeit nur einige Zentimeter dick. Den Weiher bei diesen Bedingungen zu betreten, ist gefährlich», sagt Gerald Hutter, Leiter Strasseninspektorat.

Kälteperiode und Trockenheit

Damit der Buebenweier dieses Jahr noch zum Eislaufen freigegeben werden kann, braucht es laut Hutter eine längere Kälteperiode. «Die Wahrscheinlichkeit, dass es diesen Winter noch für eine dicke, kompakte Eisschicht reicht, ist klein.» Damit die Sicherheit gewährleistet werden kann, muss das Eis an der dünnsten Stelle zwischen 12 und 16 Zentimeter dick sein. «Aber nicht nur die Dicke, sondern auch die Qualität des Eises beurteilen wir.» Regen, Schnee oder Tauwetter hinterlassen Spuren, die Eisschicht wird porös. «Je weniger kompakt die Eisschicht ist, desto dicker muss das Eis sein, um darauf Schlittschuh zu laufen.» Zusätzlich zur langanhaltenden Kälte brauche es deshalb auch trockenes Wetter.

Ob sich das Eis auf dem Buebenweier zum Schlittschuh laufen eignet, beurteilen die Mitarbeiter des Strasseninspektorats. Sobald sich eine dicke Eisschicht bildet, messen sie es an zwanzig verschiedenen Stellen und nehmen einzelne Proben. Das letzte Mal zum Schlittschuhlaufen freigegeben war der Buebenweier im Januar 2009. Gerald Hutter und seine Mitarbeiter hoffen auf eine baldige Wiederholung: «Für uns bedeutet das Eisfeld zwar zusätzliche Arbeit. Dafür können wir den St. Gallern eine Freude machen.»

Lerchenfeld als Alternative

Auch wenn das Natureisfeld auf dem Buebenweier geschlossen ist, besteht auf dem Aussenfeld des Eissportzentrums Lerchenfeld die Möglichkeit, an der frischen Luft übers Eis zu gleiten. Gegenwärtig ist das Zentrum gut besucht: «Es kommen viele Besucher, wie immer im Januar und im Februar», sagt Betriebsleiter Alex Eberle. Wenn das Natureisfeld auf der Drei Weieren geöffnet hätte, kämen weniger Besucher. «Das ist für uns aber kein Problem. Wir verleihen dann jeweils unsere Schlittschuhe an Leute, die auf der Drei Weieren Eislaufen möchten.»


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